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l t ch deutsch und hinlänglich hebräisch erlernen sollen. Sollen aber die Knaben und Mädchen so weit gefördert werden, daß sie nach dem Schlüsse der Schuljahre zwei Sprachen, englisch und deutsch, vollkommen beherrschen, und die dritte, hebräisch, insofern verstehen, daß ihnen die hebräischen Theile unserer Liturgie nicht fremdartig erscheinen, und daß die leichtern Bücher der Bibel in der Ursprache ihrem Verständniß nahe liegen, dann muß man für sie solche Anstalten gründen, in denen diese Förderung möglich, in denen dieses Ziel erreichbar ist.
In einer Sabbathschule, welche einmal in der Woche die jüdischen Kinder versammelt, kann das angegebene Ziel nicht erreicht werden, namentlich wenn, wie es in amerikanischen Städten der Fall ist, in denen sich allenthalben die Juden massenhaft niedergelassen haben, diese Sabbathschulen überfüllt und die Lehrkräfte und Lehrmittel nicht in hinreichender Zahl gestellt sind. Auf die Gegenstände des jüdischen Unterrichts muß, wenn dieser Unterricht ersprießlich sein soll, täglich zurückgekommen werden. Es sind daher Sabbathschulen ungenügend und unzweckmäßig; es sind daher jüdische „Tagschulen" ein Gebot der Nothwendigkeit. Ja, jüdische Tagschulen! Oder vielmehr Tagschulen, in denen die Schüler auch Gelegenheit haben, das wünschenswerthe jüdische Wissen sich anzueignen. Da nun der Staat oder die politische Commune uns nicht solche Schulen liefert, so müssen eben die Juden selbst zur Gründung und Erhaltung derselben schreiten. Deßhalb müssen nicht nothwendiger Weise diese Schulen confessionell sein. Die Verwaltung sei liberal, und grundsätzlich seien dieselben einem Jeden zugänglich, welcher Nationalität und welcher Religion er auch angehöre. Auf diese Weise wird der illiberale, confessio- nelle Character von diesen Instituten fern gehalten. Von vornherein ist nur festzustellen, daß Hebräisch und jüdische Religionswissenschaft an denselben gelehrt werde. Der Unterricht in diesen Fächern kann und soll übrigens nur acultativ sein, und Schülern

