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trüntmert? Einige ihrer Kritiken sind auf uns gekommen als Denkmale ihrer Betäubung.
Die beiden Fragmente, welche wir dem Leser vor Augen geführt haben, werden schon hinreichen, eine Idee von der Verschiedenheit zu geben, die zwischen der alten Fuge (der stricten und regelmäßigen) und der freien oder Mozart'schen besteht, welche sich durchaus nicht den methodischen Satzungen der Gattung unterwirft und die Mischung der Style zuläßt. Indem wir vorr der Einheit im Vereine mit der Abwechselung sprachen, als wesentlichen Bedingungen der Fuge, haben wir erkannt, daß die Man- nichsaltigkeit zwei Principien dabei bedinge: die kanonische Nachahmung und den Contrast der Melodieen. Bach hatte das erste Mittel erschöpft; Mozart verstand es, dem zweiten einen Vortheil abzugewinnen, der mehr, als alles Andere, dazu beitrug, der Musik eine neue Gestaltung zu verleihen. Mozart, der nicht weniger scharfsinniger Kanonist als Bach, dabei aber viel erfinderischer und ohne allen Vergleich phantasiereicher, wie dieser war, verflocht in das contrapunctische Gewebe Melodieen, die dergestalt von einander verschieden waren, daß man nur mit Mühe an die Möglichkeit denkt, daß sie auf gesetzliche Weise neben einander bestehen könnten; und wenn das Auge sich endlich überzeugt hat, so fragt man sich, ob das Ohr dadurch befriedigt werden könne. Ein verzeihlicher Fehler, den aber die Ausführung bald in Begeisterung verwandelt. So besteht das Finale, aus dem wir unsere Beispiele genommen haben, aus vier Themas, die sicher nicht so aussehen, als wären sie geschaffen werden, um beisammen zu leben. Man überzeuge sich selbst:

