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ordnete, welches sein ihm eigenthümliches war. Mit anderen Worten, er hatte mit aller ihm zu Gebote stehenden Macht das Princip der lyrisch-dramatischen Wahrheit aufrecht zu erhallen; den Mitteln der Erecution einen bedeutenden und glänzenden Antheil anzuweisen, und sie in ihrem üppigsten Reichthum zu entfalten, sobald die Sänger mehr halten, als was nothwendig war; endlich und hauptsächlich der Theatermusik einen von ihrer Anwendung unabhängigen Werth zu verleihen, so daß ein Stück, aus seiner Situation und seinem Texte herausgenommen, immer noch schöne und gute, klare und ausdrucksvolle Musik war, die mit sich selbst ebenso übereinstimmt, wie mit dem Libretto, dem sie entzogen würde. Nirgends führte Mozart eine so große Anzahl neuer Combinationen ein und entwickelte er eine so wunderbare Manch- saltigkeit von Talenten, als in der Oper, was uns nöthigt, über diesen Gegenstand in viel ausgebreitetere und umständlichere Ein- zelnheiten einzugehen, als bei allem Uebrigen.
Man hat behauptet, Mozart's Opern seien ein Gemisch von italienischer Musik und französischer Declamation. Das ist richtig, und doch gleichen die classischsten Stellen Mozart's weder Gluck's Opern, nach denen der Italiener des letzten Jahrhunderts, noch irgend einer von denen, die man in unseren ! Zeiten gemacht hat. Der Grund liegt darin, daß bei'm Studium 1 der Meister Mozart das Princip der Schule oder die Tendenz '
derselben weit mehr als die individuelle Weise studirte, und daß 1
er bei'm Entlehnen aus allen Zeitaltern der Musik Nichts copirte, '
sondern Alles nach der Natur seines universellen Geistes, und !
nach den Bedingungen, unter welchen sich die harmonische Mit- i Wirkung dieser verschiedenen Entbehrungen realisiren konnte, modi- *
sicirte. Die Wissenschaft des Contrapunctes war unter seinen ^

