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genossen, in der man von einer Oper sprach, welche in Wien ge­geben worden war. Alle Stimmen vereinigten sich im Tadel gegen dieselbe; man nannte sie eine mit gelehrter Harmonie zu sehr überladene, eine schwerfällige, ungleich ausgearbeitete, zu chao­tische Musik. Zu chaotisch, man merke wohl:Was meinen / Sie, Vater Haydn?"Ich kann die Sache nicht entscheiden; Alles, was ich weiß, ist, daß Mozart der größte Componist auf der Welt ist." Diese verurtheilte Oper hieß: von 6 iovanni. 08in il vi 88 oIuto punito. Ein andermal unternahm es Sarti, schriftlich zu beweisen, daß Mozart das Compeniren nicht verstehe. Vielleicht handelte er in gutem Glauben*). End-

*) Der Wahrheit zu Ehren muß ich zugestehen, daß eine der Aus­stellungen Sarti's nur zu gegründet ist, ohne jedoch die Entscheidung auf mich zu nehmen, ob dieser Tadel Mozart oder die Setzer trifft. Sie bezieht sich auf die Jntroduction des Streichquartetts O-clur Adagio 'V». Vielleicht gibt es keinen Violinisten, der, wenn er auf der ersten Violinin das A zum as der Viola im zweiten Tacte gegriffen hat, nicht glaubte, daß die Mitspielenden oder er selbst falsch spiele; aber dieser Mißton liegt in der Composition, und kommt in einem andern Tone auf einem 6 im sechsten Tacte wieder vor. Das ist, was man eine relatio non harmonica, auf deutsch einen Dueerstand nennt. Die Passage hat Veranlaffung zu sehr gelehrten Streitigkeiten gegeben, und man hat unter Andern in der Leipziger musikalischen Zeitung eine lange Abhandlung veröffentlicht, um Sarti zu widerlegen «man hat ihm in der That an anderen Puncten Unwiffenheit oder Unredlichkeit nachge- wicsen) und namentlich zu beweisen, daß das fragliche Verhaltniß unter die erlaubten Dueerstande gehöre. Es mag sein; allein erlaubt oder nicht, so viel ist gewiß, daß er Jedermann weh thut, und daß er, trotz der gelehrten Artikel, welche ihm dem Ohre gegenüber Recht geben, nicht schöner klingt. Endlich, erst ganz neuerdings, hat Herr Fötis den Fehler dadurch, daß er ihn verbefferte, erwiesen, und ich vermag nicht zu sagen, mit welchem Jntereffe und welcher Bewunderung ich meine Augen