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"vereinigt, wetteifern darin mit der Thätigkeit des Quartett's. Ueberall herrscht Reichthum, der häufig an Ueberfluß grenzt; der Maestro hatte noch nicht gelernt, mit Noten hauszuhalten. Andere Zeiten, andere Sorgen. Man mußte zuerst damit anfangen, alles Das zu haben, was man in dem Orchester anbringen kann, wo die Italiener Nichts anwendeten, ehe man die negative Seite der Wissenschaft zu ergründen vermochte. Ebenso begriff Mozart später, daß die Frescomalerei, die groben und markirten Züge im Allgemeinen mehr als das Miniatur-Gemälde für das dramatische Orchester paffen.
1. Act. Nach den Gebräuchen und Gewohnheiten der alten Opera seria, welche weder Jntroduction noch Finale's kannte, fängt das Stück mit einem instrumentirten Recitativ an, auf welches eine Arie der Jlia folgt (Nr. 1.): Padre, Germani, addio! G-moll %. Andante con moto. Die Tochter des Priamus macht sich Vorwürfe über die Liebe, die sie für einen Griechen gefaßt hat. Ergreifende Declamation, angenehme Melodie, sorgfältige Begleitung, entsprechende Bässe voll Effect; Alles trägt das Gepräge einer sanften und ergebenen Melancholie, welche der lyrische Charakter der Darstellerin ist. Nichts ist veraltet, vielleicht mit Ausnahme des Trillers in der Schlußcadenz *).
Folgende Arie der Elektra (Nr. 4.) ist ganz verschieden von den vorhergehenden: Tutte nel cor vi sento furie del crudo Averno, ein feuriges Allegro, welches den stärk-
*) Da die sieben classischen Opern Mozart's in sehr billigen Klavier- Auszügen erschienen sind, so verweisen wir den Leser zur Illustration der Beispiele auf dieselben, und fügen deßwegen jedem Beispiele die Numer, welche das besprochene Stück in der Oper trägt, bei.
(G)

