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Egypten und Assyrien*
Was buhlest du um ihre Gunst?
Mit.falschen Liebekosungen—
Zu täuschen dich—ist-ihre Kunst.
Sey weise denn, Kolumbia!
Trau der Politik dieser Welt Ja nicht—dein Retter ist dir nah.
Er ists; nicht deine Weisheit noch dein Geld.
Tritt ab von Ungerechtigkeit.
Erzieh den edlen Jüngling doch Zur Tugend;—nicht zur Ueppigkeit.
Sonst schmiedest du ihm selbst das Joch.
Erziehe deine Tochter nicht Zur Tändeley, und Modelust.
Sey Gattintreu, und Mutterpflicht Der goldene Gürtel ihrer Brust.
Doch Tugend,—liegt Religion Nicht ihr zum Grund, ist falscher Schein. Kann aber eine Nation Je ohne Tugend glücklich seyn?
Freyheit und Tugend sind so nah Als je ein Schwesternpaar verwandt.
Wer darf dieß Band zertrennen?—Ha! Vermodere des Frevlers Hand.
Hat je dich Gott so väterlich Zu hohen Dingen auserwählt;
Den Erdenationen dich Zum Freyheitsmuster aufgestellt.
So mußt du auch zu gleicher Zeit (In Bürgerfreyheit nicht allein)
In Tugend, und Rechtschaffenheit Der Welt ihr grosses Muster seyn.
Hoch ist, Kolumbia! dein Beruf. Entsprich du diesem Ruf getreu;
Und der, der aus dem Nichts dich schuf, Erhalte glücklich dich, und frey.
* England und Frankreich.

