ken zu gerathen. Wenigst scheint mir dies letztere nicht der Gegen­stand dieses Buches der Offenbarung, auch nicht der beyden letzten Kapitel deffelben zu seyn, indem so verstanden dieser Theil deS Buches nicht wohl mit dem übrigen übereinstimmere, und dieser Gegenstand, nämlich die Herrlichkeit der Seligen, oder der Zustand der triumphirenden Kirche ausser dem Zweck dieser Weissagung zu liegen scheinet. r

Geneigter wäre ich zu glauben, daß dieses neue Jerusalem eine gänzliche Wiederherstellung des paradiesischen Standes, in welchem die Menschen vor dem Sündenfall waren, seyn dürfte, und so in dieser Zeit der Fluch der Sünde ganz und gar aufhören möchte, K. 22, Z.

Uebrigens gebe ich diese Auslegung bloö für meine Meinung; doch glaube ich zuversichtlich, daß mir Gott aus Gnaden Licht ge­schenkt, Babel in seinem wahren Wesen zu kennen, und in so weit lege ich der Auslegung selbst viel mehr Gewicht bey in Betreff des erster» Theils derselben, die grosse babylonische Allianz betreffend; deren Zernichrung den ersten Hauptsieg des Herrn ausmachet, es sey denn wir zählen den Sturz des rochen Drachen für sich als sei­nen ersten Hauptsieg.

Von Kapitel 20 an, scheint mir die Auslegung, so wie sie da auch lauter erst zukünftige, zum Theil noch weit entfernte, vielleicht noch nicht einmal in ihren Anfängen vorbereitete Dinge betritt, für viel gewagter, und möchte es tür nichts weiter als wahrscheinliche Muth- massung ausgeben, darüber jeder denken mag, wie er nach Maas­gab seines Lichreö es einsiehet. Wenn die Zeit der Erfüllung nahe, oder wirklich vorhanden ist, wird Gott vermuthlich nach seiner ge­wöhnlichen Verfahrungsart, die immer voll Liebe und Weisheit ist, auch mehr Licht mittheilen.

Die ganze Handlung dieses prophetischen Schauspiels ist hie und da, insonderheit wenn etwas wichtiges und grosses eben nun aufge- führer werden soll, mir Gesängen, Lobpreisungen, und himmlischer Mustek untersetzt, welche immer auf eben die nun uncer Bildern er­scheinende grosse Begebenheiten einen naben Bezug hat, als K. 5, 7, io12. Ä. ii, 1519- K. 14, 1. u. f. K.iz, 3 - «. f. K. 19, i. u. f.

Es möchte so nun schicklich seyn, dies ganze Schauspiel nach sei­nen Hauprrheilen ferner in seine verschiedene Scenen einzurheilen, und weiter hin die vorkommenden Bilde' zu entwickeln; doch für erst die Inn- und Zuschrift des Buches mit wenigem zu erläutern.