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ist eine vorbereitende Scene, dadurch der Zuschauer auf das grosse Schauspiel selbst nur desto aufmerksamer und begieriger gemacht werden solle, indem es ihm eine Aussicht über das Ganze für erst nur wie von weitem giebt.

Die hohe Person, die hier als der einzige Aktor erscheinet, ist ent­weder der Herr selbst, Jesus in eigener Person, oder ein seine Stelle vertretender, und dahero, völlig als wäre er der Herr selbsten, re­dender und handelnder Engel. Wir soltcn fast das letztere vermu- then wegen K. i, r. K. 22, 16. und 8- K. 19, 10. In der That selbsten kommt eS auf einerley hinaus.

Er erscheint als der Hohepriester seiner Kirche, und sein Geschäfts ist, das Licht des Evangeliums durch die stürmische lange antichristi-^ sche Nacht hindurch, K. 7, r. auf einem der sieben goldenen Leuch­ter, die nach einander in ihre Dienstreiche eintreten, K. 2, 5. leuch­tend, und brennend zu erhalten.

Zu diesem Behuf halt er auch die sieben Sterne, das Lehramtl vorzüglich, zum Theil auch das Vorsteheramc der Kirche im allgemein nen abbildend, die sieben Engel in seiner rechten Hand, unter seinem unmittelbaren Schutz, Aufsicht und Leitung.

Denn er ist das Alpha und das Omega, der Anfänger und dev Vollender alles unseres Heils, der Ausführer all des Gnadenraths Gottes die Menschen betreffend.

Die Griechen gebrauchten sich der Buchstaben auch als Zablenzei- chen, und das Alpha und Omega mag denn auch so viel als die erste und letzte aller möglichen Zahlen meinen. Die erste uud letzte aller möglichen Zahlen sind uns unbekannt, und unerreichbar, auch nicht einmal mit unseren Gedanken erreichbar, führen uns ins Unendliche hinein, da wir uns verlieren. Das mag denn wohl ein Sinnbild des wahren Wesens, und der wahren Natur des Herrn, und eine Warnung für uns seyn, uns nicht mit fruchtlosem Forschen zu be­mühen. Dieser Ausdruck passet ebensowohl auf Gott, den Vater, so wie auch der, der da war, und ist, und seyn wird, und eS ist hin und wieder zweifelhaft, ob der Herr, oder Gott, der Va­ter, oder der Herr, und der Vater zugleich damit gemeint ftpe, K. i, 8-

Der goldene Gürtel wird wohl der sevn, den ihm auch Jsaias n, 5. zuschreibet, ein Sinnbild seiner Gerechtigkeit, Treue und Wahr­haftigkeit.

Seine feuerflammende Augen machen ihn tüchtig zu seinem Amt. Da6 Geheimniß der Bosheit wird sich vor diesen nicht verborgen halten können, wenn gleich in der tiefesten Hölle gewurzelt ist, so entdecket er es, und wird kein Fäserchen ihm entgehen, wenn er eS anfangt auszurotten, und zu vertilgen.

Seine schneeweisse Wollenhaare verrathen seinen aufrichtigen Ver­ehrern seine milde Lammesarr, und sind zugleich ein Sinnbild seiner unbefleckten Reinigkeir.

So wie auch sein schnceweisser Priesterrock seine reine Heiligkeit, alö mittheilbar, und fähig die Menge der Sünden zu bedecken, und seinen ganzen mnstischen'Leib, die ganze Kirche zu umfassen, und einzuschliessen, anzeiget und abbildet.