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fohlen, aussen 'zu lassen, indem er den Heiden überlassen wäre, welche auch die heilige Stadt 42 Monden lang unter ihre Küsse creren würden. Eine Anspielung auf den Vorhof der Heiden, bey dem Hierosolomttanischen Tempel. Dieser Vorhof hier ist die Namenkirche, die nicht der Tempel Gottes ist, noch eigentlich zum Tempel gehöret, ob sie gleich den Namen des Herrn führet und hiedurch manche, die nicht mit dem rechten Maasstab messen, verführet, besser von ihr zu denken, als sie sotten. In der Thar sind in diesem Vorhofe die Heiden, ob sie gleich sich Christen nennen. Ja es sind Heiden von der schlimmsten Arc, welche die wahre Kirche Christi für eine lange Zeit, hier auf zwey und vierzig Monden bestimmt, verfolgen, unter ihre Fasse treten, über sie ryrannisiren werden.
Die zwey und vierzig Monden, wenn wir ,eden Mond oder Monat für dreysig Tage, und jeden Tag für em gemeines Jahr zählen, kommen genau auf 1262 englische Lage, oder gemeine Jahre. Zahlen wir sie aber naher mir dem wahren Mondsumlauf übereinstimmend auf 28 Tage, so kommen sie auf 1176 Jahre. Die erne oder die andere Zahl, oder bevde vielleicht in verschiedenen Rücksichten mögen gemeint seyn. So lange wird die wahre Kirche Christi von der falschen Namenkttche unrergecreten werden, ohne daß diese TvrannisirungSperiode merklich unterbrochen werden wird. DaS ließ sich von Konstantin an, oder vielleicht richtiger vierzig Jahre noch vor der dioklecianischen zehnjährigen Verfolgung, ungefchr vor der Mitte des dritten Jahrhunderts an bis auf die Re- formacionSzeit zählen. Denn so frühe schon fieng das Geheimniß der Bosheit an mit Macht auszubrechen. So frühe schon siengen die heftigen Glaubensstreit jketten, das urtheilen, anarhematisiren, hassen, und einander bitter zu verfolgen uncer den hochmüthigen, aufgeblasenen, nach Rang und Vorzug strebenden Bischöfen und Lehrern an sich zu offenbaren, so daß viele Christen jener Zeiten eben die diokletianische Verfolgung als eine vom Herrn über feine Kirche verhängte, wohl verdiente Züchtigung ansahen—siehe Euseb. Eccles. Hist. Lib. VIII. Chap. I. Cypr. Eplst.
Die Zert, da die seiden die heilige Stadt untertreten würden, scheint die nämliche Zerr zu seyn, da die zween Zeugen des Herrn in Sackcuch geklerdet, weissagen, V. 3. nämlich 1260 Tage.
Diese zwey Propheten in den Characteren, wie sie da beschrieben, V- 4. 5- 6. dürften wohl Wahrheit und Gottseligkeit seyn. In ihnen liegt alle göttliche Salbung und Erleuchtung. So sind sie die zween Oelbäume, und die zween Leuchter vor dem Gott der Erde, A. 4. der auch der Gott deö Himmels ist, V. 3. hier aber ins besondere der Gott der Erde heißt, diese sinnliche, geistlose Erdenkirche zu erinnern, daß ein Gott über ihr ist, "er sie richten wird.
Gegen Wahrheit und Gottseligkeit ist alles menschliche Streben vergebens. Sie können ihnen keinen Abrrag thun. Wahrheit bleibt immer Wahrheit, und wenn ihr alle Welt widersprechen würde. Und Gottseligkett behaltet ihren hohen Werth, wenn sie die ganze Welt gering schatzete. Die Verächter der Wahrheit aber, und Ge- ringschatzer und Verfolger der Gottseligkeit tragen immer den größ-

