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Des Leoparden tödliche Vunde geheilet. roZ

Grundsätze wurden angenommen/ und von den Reformatoren selbst befolget.

Weiter konnte es die so berufene Reformation nicht bringen. Das Werk Gottes war noch nicht weiter heran gereifet.. Die Welt war noch zu unbekannt mit den Grundsätzen einer reinen Religion/ eben­sowohl als einer gesunden SraatSklugheit. Die Hand war noch nicht erschienen/ den verwickelten Knoten auseinander zu losen, und Kirche und Staat jedes in seine rechte und eigene Schranken zu setzen wußte. Der Morgenstern ist inzwischen aufgegangen, K.2, 28. Der volle Tag wird Nachfolgen. Schade, daß schwache Augen den Mor­genstern für die helle Sonne aufgenommen, da doch der Herr das Werk vor Gott geprüfer, und unvollkommen befunden hat, K^ Z, 2.

So viel schon von dem Thiere, und noch haben wir nicht einmal seine Gestalt recht um und um betrachtet Das Thier hat den Leib eines Leoparden. Den hat es von der griechischen Monarchie ge- borget. Die Griechen haben sich durch ihre Falschherzigkeir so gut als durch ihre Weisheit berühmt gemacht. Der Katholicismuö ist beydes falsch und listig, und von der fleischlichen Weisheit in Erfor­schung der göttlichen Tiefen hat er seinen Ursprung. Der bunt- scheckigte Gottesdienst, dieses seltsame Gemisch von Heidenthum, Judenthum und Ehristenthum wird durch die fieckigte Haur deö Le­oparden nicht unschicklich abgebildet, V. 2.

Der Löwenrachen zeigt seine Verwandtschaft mit Babylon. Aus diesem Rachen werden die fürchterlichen Anathemas ausgebrüllet, und dieser Rachen stehet immer offen, die Daniele, die ihm in den Weg kommen, zu verschlingen, wenn ihn Gott nicht geschlvssen halt.

Durch die Bärenfüffe ist das Thier mit den persischen Monarchen verwandt; indem daö Wort deö Thiereö Io unwiederruflich feste stehen muß, als die Dekrete der persischen Könige, Dan. 6, 8.

Dies Thier, daö im Grund, und seinem Leib nach das nämliche ist mit dem vierten Thier in Daniels Erscheinung, Dan. 7, 7. des­sen Gestalt dorr nicht beschrieben wird, nämlich das römische Reich, hat etwas wie von der Gestalt, so von den Sitten der dreyen er­stem, und kommt mit. dem vierten am allermeisten in seiner Wild­heit überein, das da mit seinen grossen eisernen Zähnen alles zer- reißt, was ihm in den Weg kommt, frißt und in Stücke bricht, und unrer seine Füsse tritt und zermalmet. Waren dies die Sitten des d ' heidnischen Roms, so waren sie es auch eben so sehr des christlichen; jenes mehr im leiblichen, dieses mehr im geistlichen Sinn.

Allein sein Urrheil ist gefallet, V. 9.

Nach hem Wiedervergeltungsrechc wird mit ihm gehandelt wer­den. Es führte gefangen, und hielt gefangen die Wahrheit in der Ungerechtigkeit. Der listige Leopard wird aber auch seiner Seits den Schlingen nicht entgehen. Daö Thier hatte immer seine Zuflucht zum Schwerdt. Blurvergicssen war seine Lust, und Tyrannisiren seine Art. Es wird so auch dem Schwerdt heimfallen.^ Es wird an den sieben Zornschaalen Gottes K. 16 . sonderlich der fünften, sei­nen guten Anrheil haben. Noch ein schwerere? Urtheil aber steht ihm am Ende bevor, K. 19/ 29,