wahre Grund der trüben Stimmung, welche heute die sonst so wilde Fröhlichkeit ihrer Gelage verdrängte. p.
Mirabella, schön wie ein italienischer Morgen, war die Göttin, vor welcher diese geächtete Bande in ehrfurchtsvoller Anbetung kniete. Wie eine Heilige wurde sie verehrt; ihr Lächeln dünkte ihnen süßer, wie das Lächeln einer wunderthätigen Madonna und nur den Saum ihrer Gewänder berühren, ihr Pferd über einen schwierigen Bcrgpfad leiten, den Stein aus ihrem Wege räumen, sie bewachen und beschützen zu dürfen, war ein viel beneidetes Glück.
Ha! ich würde es vorzichn, das Bild einer Lieb-^ lingsgöttin aus einem heidnischen Tempel, als dieser vogelfreicn Bande ihr Idol geraubt zu haben!
Einige Augenblicke betrachtete Fristen schweigend und unbemerkt diese wilde phantastische Scene.
Sein leises Ohr vernahm den Namen seiner Tochter und hörte die Ausdrücke zärtlicher Thcilnahme, wie die wilden Drohungen der Rache.
Sein scharfes Auge las in diesen harten Physiognomien daß in ihren Herzen noch eine weiche Stelle geblieben war, und daß das Bild seiner geliebten Tochter sich darin abgedrückt hatte.
Diese Thcilnahme rührte ihn.
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