An der Küste? Im Thau der Nacht? Unmög­lich, Signorina . . . Würde Ihr Vater, mein Freund, mir jemals eine solche gefährliche Ungastlich-- keit verzeihen?

Mein Vater zieht eben so sehr, wie ich, die frische, freie kühle Nachtlnst der drückenden Atmosphäre in die­sem großen unheimlichen Steinhaufen vor. Darf ich meine Bitte wiederholen, mich au den Strand hin- abführcu zu lassen?

Mirabella hatte stch bei diesen Worten erhoben und ihr Auge ruhte fragend auf dem Angesicht des geistlichen Herrn.

Die Aufgeregtheit und der leidenschaftliche Ausdruck dieses Gesichts entgingen ihr nicht. Ihr jungfräulicher Jnstinct ahnte die drohende Gefahr und die Gefahr .. machte sie zittern. J

Der Abt bemerkte den Eindruck, den er auf sie § hervorgcbracht hatte. ^j.'«

Wie können Sie verlangen, schöne Signora, sagte "L er einlcnkend, daß ich einen Wunsch erfülle, welcher der "* Tochter eines werthen Freundes gefährlich, ja todtbrin- I

gend werden könnte ... 8

Todtbringend? !|

Ja, todtbringcnd; die Nachtlust athmet an dieser j

Küste in dieser Jahreszeit Niemand ohne Gefahr, sie |