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geben, daß man um L. 52 zwei Personen ein ganzes Jahr lang erhalten könne!! Ist der Gassenbettel für viele Arme nicht das einzige Mittel ihr Dasein zu fristen, hartherzigen Magna­ten gegenüber?

Ich kenne eine 54jährige Wittwe, die vor einigen Jahren aus Deutschland, wo sie mit ihrem Mann und drei Kindern mehrere Jahre gelebt hatte, in ihre Heimat zurückgekommen ist. Der Mann hatte in Deutschland mit dem altern Sohne als Kattundrucker gearbeitet, und starb nach längerer Krank­heit. Da in den letzten Jahren die Fabrikgeschäfte etwas ins Stocken geriethen, und demnach viele Arbeiter abgedankt wur­den, so sah sich die arme Wittwe, deren kleine Baarschaft durch die Krankheit des Mannes und seitherige Verdienftlosigkeit, da ihr älterer Sohn keine Beschäftigung gefunden, genöthigt, in der Heimatsgemeinde R. Hülfe zu suchen. Der ältere Sohn fand nach längerem Suchen Beschäftigung als Färber und verdient täglich 40 Rappen und Mittagessen. Die Mutter hat öfters im Jahr aufbrechende Fußgeschwüre, die Tochter ist 13 Jahre alt, der zweite Sohn ist ein 20jähriger Blödsinniger, der zu keiner Arbeit tauglich ist. Diese Familie von vier Personen lebt nun von den 24 Batzen, die der ältere Sohn verdient, und von einer Unterstützung von 3 Batzen, welche die Gemeinde der Mutter für den blödsinnigen Krüppel auSwirft. BeincbenS hat sie eine Spanne Landes zur Anpflanzung von Erdäpfeln, und ich muß es anführen, als die Arme außer Stand den - MiethzinS für die Wohnung zu bezahlen, den Gemeindeammann um Hülfe anflehte, wurde ihr der Rath gegeben, ihr Gaben­holz zu verkaufen, um sich Geld zu verschaffen. (!!)

ES gibt eine nicht unbedeutende Anzahl Unglücklicher mit ssinem unwiderstehlichen Hang zu geistigen Getränken, die ihre