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Anfertigung -er Spinntagerstöcke.

Aus ungefähr 60 Stück starken rauhen Latten schneidet man Stücke von 2 % Schuh Länge, woraus man, wenn die Latten 18 Schuh lang waren, bei 420 solche Stücke erhält. In jedes Stück bohrt man nach Fig. IX Taf. I Löcher. In diese Löcher steckt man dünne, reine Reiser ohne Blätter, entweder von Maulbeerbäumen oder Birken, allenfalls auch Heidekraut, Repsstroh oder andere Zweigchen, und verkreuzt noch andere dazwischen hinein, so daß diese Spinnlager eine Breite von 8 bis 10 Zoll, und etwa 14 bis 18 Zoll Höhe erhalten.

Die Reiser müssen so gerichtet werden, daß viele läng­lichte Winkel und Räume darin Vorkommen, worin sich die Raupen am liebsten einspinnen.

Zu große Räume sind nachtheilig, weil sich leicht zwei Raupen zusammenspinnen. Wer die Uebung erhält, kann dieß auf einfache Art verhindern, wenn er da, wo er dieß bemerkt, das Reisig so bricht, daß in die Lage des zweiten Wurmes eine Spitze oder ein Eck kommt.

Diese Spinnlagerhölzer hebt man zum jährlichen Ge­brauche gehörig auf. Die Reiser dürfen jedoch nur einmal gebraucht werden, und werden daher nach gemachtem Gebrauch verbrannt. Am besten sind aber meine Art Spinnhütten, welche ich jedem Unternehmer gerne zeige und zu Versuchen gratis überlasse.

Ich glaube nun das Nöthigste in Bezug auf die Locali- tät und Einrichtung gesagt zu haben, und werde nur in Kürze darthun, wie ein guter Raupensamen beschaffen sein muß und wie man denselben bekommen kann.