Krankheiten als Gicht, Rheumatismen, Hämorrhoiden und Unterleibsleiden aller Art hat daS Wasser seine Wirksamkeit bezeigt; außerdem gibt eS noch ein Heer von Leiden, die auS stockenden, oder scharfen, faulen Säften herrühren die Folgen von vielgenommenen Medicinen und des MerkurialsiechthumS.

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Seit ihrer Entstehung, und Verbreitung hat die Was­serheilkunde (Hydrotherapie) Resultate geliefert, daß sie als Wissenschaft als eine der wichtigsten Entdeckungen für das menschliche Geschlecht angesehen werden muß, was auch Egoismus, Eigensinn, Vorurtheile und Un­wissenheit dagegen anzubringen suchen. Die Wasserkur verbreitet sich über alle Arten von Krankheiten. DeS Na- turarzteS Aufgabe ist, die Grade der Krankheit nach sei­nen angewandten Mitteln zum vollkommenen Ziele nämlich dem der Gesundheit zurückzuführen.

Der Anfang der Wasserkur besteht in Vorbereitungen, Erregung der kranken Stoffe im Körper Diesen folgen die nassen und trockenen Einpackungen zum Schwi­tzen, wodurch dieselben auf die Haut und auf diese Weise aus dem Körper getrieben werden, wonach voll­kommene Gesundheit folgt, welchen Namen die Krank­heit haben mag, eS ist immer ein und derselbe Kör­per, der krank ist und dessen kranken Stoffe aus dem Leibe getrieben werden. Hiezu gehört aber eine volle Resignation von Seite des Kranken sich den verschie­denen Prozeduren der Wasserkur zu unterwerfen. Hat einmal der Kranke die Kur begonnen, und fühlt er schon nach einigen Tagen Erleichterung, so steigt auch schon der Muth, die Kur durchzumachen und auf diese Art ange­feuert, läßt er sich, aller Einflüsterungen von Schwa­chen und Zweifelsüchtigen ungeachtet, nicht irre machen und beschämt müssen seine Gegner weichen.

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Im Laufe der letzten zehn Jahre ist die Wasserheil­kunde zu einem hohen Grad gestiegen und man darf