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DaS frische Wasser vermag bei einer äußerlichen Verwundung zwar die in den zertrennten Fäßerchen von ihrer Zurückziehung zu empfindenden Schmerzen nicht zu Men. Wenn'aber diese stch legen und nur von den in der Wunde angesammelten Unreinigkeiten und faulenden Säften, oder von der Entzündung zu verursachenden Schmerzen sich zeigen so kann man leicht xrrathen, wie es zugehe, daß vom frischen Wasser der­gleichen beschwerliche Empfindungen meistentheilS ge­dämpft werden.

e) Das Trinken des frischen Wassers.

§. 20 .

Das große Bedürfniß, welches sich durch den Durst zum unumgänglichen Behufe der erforderlichen Verdau­ung und der gesetzmäßigen Bereitung eines entsprechen­den NatursafteS zu erkennen gibt welches Getränk kann eS besser befriedigen als das Wasser? Erquickend fließt eS in die VerdaüungSwege trockener, feuriger Tem­peramente, wenn sie zu gewissen Zeiten, als im Som­mer bei großer Hitze, von Bitterkeit gallichter Schärfe oder Magenbrennen verunreiniget sind! ein frischer Trunk mäßigt das Brennen, löset die Salze auf und führt sie mit sich fort; ein solcher Trunk wickelt die gallichten Theilchen ein und vertilgt sie. Der Eckel und die Nei­gung zum Brechen weicht dem Wasser; denn trinkt man drei oder sechs Gläser frisches Wasser, so werden die scharfen Materien versüßt, gemäßigt und zum Stillstand gebracht.

Unverdaulichkeiten, woran Schwäche oder zu gro­ße Hitze des Magens oder -gallichte Schärfe 'des Speichels, der Säfte deS Magens, der Eingeweide und der Leber Schuld sind, finden am frischen Wasser ihr unfehlbares Mittel. Deßgleichen Gallenkoliken, ähnliche Durchläufe und wohl unzählige Zufälle, vorzüglich bei magern, trockenen, gallichten, lebhaften und melancholi­schen Menschen.

So enthält die ftische Wasserquelle einen Stoff zum