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>' 8 . 22 . u • Der Genuß deS frischen Wassers entspricht zu jeder Zeit, sowohl JahreS als Tagszeiten; im Som- ^ mer kühlt und erfrischt cS, indem es den Wärmere sioff bindet, bis eS zur Temperatur deS Körpers erwärmt ist — in größerer Menge genossen, befördert eS die Ausscheidung deS Schweißes, der durch Wegdünsten & von der Haut Kühlung verursacht — im Winter macht
v eS, daß die verdünnten Säfte in lebhafterem KreiS-
n, laufe durch die Lunge strömen, wodurch sich ein größc-
*1 rer Theil der- eingeathmeten Luft zersetzt, der Sauerstoffe
ft vom Blute cingesogen und der Wärmestoff frei wird,
s- der die animalische'Wärme vermehren hilft. Am Mor- n- gen ersetzt eS den Abgang der Nacht, befördert den
n, Stuhlgang und macht munter und aufgelegt zur Ar-
ch beit; bet der Mahlzeit schärft eS den Geschmack, verdün-
en' net den Speisedrei und macht ihn zur Verdauung taugut lieber; Nachmittags, ein paar Stunden nach dem Essen
>iez erleichtert und vollendet eS die Verdauung; am Abend,
v 1 vor dem Schlafengehen macht es ruhigen Schlaf und
p vertreibt die Blähungen. Daher sind von einer Was-
tb serkur niemals schlimme Folgen, wohl aber von den
Arzneien zu befürchten. Erfolglos aber kann eine Was- fy serkur werden, wenn man das Wasser nicht beherzt und
U beharrlich und nicht im reichlichen Maße genießt. Da-
eS her gilt bei dem Wassergebrauche, innerlich und Lußer-
>et sich, nur eine Regel welche auf dem unumstößlichen
SN Grund der Heilsamkeit und Unschädlichkeit deS WafferS
ad selbst beruht, nämlich: wie mehr, wie nachdrücklicher,
ja wie öfter — desto besser, wirksamer, erfolgreicher.
»r- Die Gewohnheit der meisten Völker bezeuget sattsam, a- daßdaS frische Wassertrinken unserer Beschaffenheit weit gemäßer sei, alS der Genuß warmer Getränke; daher ix* man von Natur aus nicht zum warmen sondern zum
:t* frischen Trinken angereizt wird, sowohl zur Wintersin als zur Sommerszeit. Wer sollte daher nicht auf den Gern danken gerathen, daß an warme Getränke gewöhnte Aeltern
ihren Kindern eine Anlage zur englischen Krankheit—Ra- I. 2
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