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Umlauf des BluteS durch ihre harten und zusammenge- schrumpften Adern zu erleichtern. Unter allen Dingen, welche Natur und Kunst Hervorbringen, kommt daS Was­ser einem allgemeinen Heilmittel am nächsten, einem Heilmittel, das so sehr von den Menschen gesucht, aber niemals gefunden, vielmehr am meisten verkannt wor­den ist!

8. 31.

Alle diese Wirkungen vermag nur daS frische Wasser hervorzubringen. ES zieht zusammen, macht straffer und fester, und namentlich sind die Nachwirkungen deS kal­ten Wassers ganz verschieden von jenen der kalten Luft, welches von der Dauer und der Weift deS Gebrauches abhängt. Demzufolge sehen wir, daß beim kalten Bade die erste Wirkung Kälte, die Nachwirkung aber Wärme ist, nur bei langem Verweilen im Bade gewinnt die Kälte die Oberhand, worauf daS Bad sogleich zu ver­lassen ist. Im ersten Falle durchschauert zwar daS frische Wasser zuerst den Badenden; doch gleich darauf durch­dringt eine wohlthätige, nachhaltige Wärme den ganzen Körper, und ertheilt ihm jene frische Belebung und jenes Wohlhehagen, das sich besser fühlen, als beschreiben läßt. DaS angenehme kräftige Gefühl nach einem zu rechter Zeit und im gehörigen Maße genommenen kalten Bade bildet den höchsten Genuß eines gesunden Menschen, und wird noch durch daS Bewußtsein erhöhter Körper­kraft gesteigert. Eine solche Wirkung wird durch ein Bad von mäßiger Kälte, nach Maßgabe der körperli­chen Beschaffenheit und Gewohnheit, von 1218° Reau- mur erzeugt.

Die Hauptwirkungen deS frischen Wassers sind also: Reinigung, Verdünnung, Verflüssigung, Auflösung, Küh­lung, Beruhigung, Aufregung, Stärkung, Beförderung und Vermehrung aller Ab- und Aussonderungen.

, DaS Zahnfleisch wird am besten gestärkt und ge- röthet durch daS kalte Wasser; die Zähne selbst lange, bis an daS höchste Alter ganz, schön weiß und schmerz-