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n mit Unrecht, die ungesunden nennt. In dieser Zeit
\* drängt die Natur selbst zur KrisiS und macht, wenn
, ihr nur irgend Lebenskraft zu Gebote steht, einen Ver-
r such zur Abstoßung aller einwohnenden feindlichen
t Stoffe, wonach die sichere Genesung und meistens sehr
> schnell erfolgt.
n Gegen chronische (veraltete) Krankheiten deS Unter
leibs vermag die Medicin nichts, nur lindern kann sie, r heilt nur dadurch, daß sie an ihre Stelle ein chronisches i- Siechthum stellt, das den ganzen Organismus deS Men-
n schen herabsetzt, welches theilS durch Arzneien, theilS
h durch Aderlaß bewirkt wird.
r, Bei einem jeden heftigen Anfall einer Krankheit sucht
i- die kräftige Natur dem eindringenden Feind entgegen zu
', treten und zu arbeiten. Wenn der Organismus fühlt, daß er
n nicht vermögend ist, auf regelmäßige Weise den feindlichen
b Andrang abzuwehren, so steigert er durch Fieber oder
- Entzündung seine Kraft und Thätigkeit zu einer unre-
> ■. gelmäßigen Höhe. Dieß ist der Kampf. Durch Medi-
i, zin wird daS Fieber oder die Lebensgefahr beseitiget,
) aber der also behandelte Kranke ist dem Elend eines
a chronischen SiechthumS übergeben, indem daS Uebel in
- ihm bleibt. Kein Mittel vermag den, den eS trifft, von
r diesem Elend zu befreien, nur die Wafserheilme-
* thode kann daS Schwerste, da indessen die Wasserkur gegen chronische Leiden sehr beschwerlich und langwie-
h rig ist, so haben nur wenige Menschen die Willenskraft r sie durchzuführen, wer aber in der Mitte aufhört, hat
t seinen Zustand verschlimmert, statt verbessert.
* Ein großes Htnderniß der Genesung beim Gebrauche
t der Wasserkur ist die Zeit die darauf verwendet werden
muß. Gegen chronische Leiden ist sie so beschwerlich
- und langwierig, daß nur wenige Menschen die Willenskraft dazu haben, sie bis ans Ende zu führen. Woher
t sollen die Menschen täglich sechs bis sieben Stunden
* Zeit für. die Kur gewinnen? das istS nicht allein; denn
\ auch in den übrigen Stunden kann der Kranke nicht
c mit vollen Kräften arbeiten weil die Kur, besonders im

