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so wenig an Widersagern, als eS von jeher auch den anerkanntesten Wahrheiten an Zweiflern und Widerlegern gefehlt hat. ES gab zu allen Zeiten und gibt noch Vorurtheile, die weder mit Gründen, noch Erfahrungen gehoben werden können. Jene in der Arzneikunde zeichnen sich vor allen übrigen aus, denn der Her Dr. me- dicinae und chirurgiae, hat er sich einmal zu einem angeblichen Heilsystem bekannt, ist auch in dem erfahrensten Layen, selbst in dem promovirten Arzt, nur einen Pfuscher zu sehen gewöhnt, wenn er vom Alltäglichen abweicht, und Neues, grundsätzlich Tüchtiges, Erprobtes in Anwendung zu bringen sucht — einen Starrsinn dieser Art brechen zu wollen, wäre vergebliche Mühe, denn Verhärtungen im Gehirn sind unheilbar.
II.
Don den
herrlichen Wirkungen des kalten Badens und Trinken des kalten Wassers. *)
8 . 1 .
ES ist ungereimt, daß die meisten Leute vor dem kalten Baden einen Abscheu haben, als wenn sie sich darin erkälten würden, da es doch offenbar ist, daß kalte Bäder besser erwärmen, als warme Bäder, welche unS gegen das geringste Lüftchen empfindlich und nach und nach weichlich machen.
8 . 2 .
Wenn wir kurze Zeit im kalten Bade bleiben, so wird
*)_3m AuSzuge nach der 4 . in London im Jahre 1715 erschienenen Ausgabe, unter dem Titel: „Dr. John „Floyer, englischer Arzt, von den herrlichen Wirkungen deS kalten Badens und Trinkens deS frischen Was- ,serS zur Stärkung des menschlichen Körpers, Verhüttung und Heilung vieler Krankheiten und LeibeS- ,gebrechen."

