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Nach Verlauf von 3 Monaten stellte stch Besserung ein. Die Schmerzen nahmen ab, die Geschwulst ver­ging und daS Knie erstarkte, daß N. N. alle erdenkli­chen Bewegungen machen konnte, ohne befürchten zu müssen, daß eine Verrenkung oder Ausdehnung der Knie­bänder wieder eintreten könnte.

Den 3. August desselben Jahres verließ er die An­stalt mit höchster Zufriedenheit.

35.

(Herstellung einer gänzlich verdorbenen Gesundheit.)

N. N., 21 Jahre alt, kam am 19. August 1849 in die Anstalt. Von Jugend auf kränklich wurde bei dem­selben viel Medicin angewendet, allein durch unmäßige Lebensweise, besonders durch vieles Biertrtnken zerstörte er feine Gesundheit immer mehr. Hiezu kam noch, daß er einmal angesteckt wurde; späterhin befiel ihn zweimal nacheinander eine Gliederkrankheit, welche ihn jedeSmal nöthigte, seine Zuflucht zum allgemeinen Krankenhaus zu nehmen; die Gliederschmerzen wurden jedoch nicht gestillt.

ES stellte sich völlige Appetitlosigkeit ein; dazu ge­sellte sich noch eine Verstimmung, die von Grad zu Grad stieg. Durch anhaltendes Medicintren ward sein Zustand immer schlimmer, so, daß er an seinen Studien ganz gehindert war, und alle Lust und Muth verlor an Geist und Körper so ruinirt war, daß er sich genö- thigt sah, seine einzige Rettung in der Wasserkur zu suchen.

In den ersten zwei Monaten besserte sich sein Zustand zusehends Appetit und Schlaf nahmen etwas zu; jedoch später nahmen die Nachtschweiße sehr überhand; eS stellten sich mehrere kritische Erscheinungen ein, die seinen Zustand sehr bedenklich machten. ES wurden kalte Bäder und Schwitzen, nasse Umschläge und Klysttere, Einpackungen in trockene und nasse Decken in Fülle an­gewendet; aber es hatte den Anschein, daß alle Mittel