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121 Vollbäder —
52 trockene Einpackungen zum Schwitzen —
29 Tage langes Tragen der Neptunsgürtel mit täglich fünfmaliger Erneuerung —
24 kalte Klystiere —
18 nasse Umschläge um den HalS und 8 Regenbäder, nebst täglichem Trinken von 8 Maß
Wasser.
Der Erfolg war, daß die frühere Trockenheit des Halses gänzlich verschwand, der dicke HalS bis auf einen kleinen Theil dünner ward, am Reden und Schwerathmen nicht im Geringsten mehr belästiget wurde und selbst bei vielem Sprechen oder iu der Zugluft nicht im Mindesten mehr eine Wiederholung deS UebelS zu befürchten war.
Nach öltägiger Kur verließ N. N. im Mai am Körper und Geist und gutem Aussehen zum Erstaunen zugenommen, die Anstalt.
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(Heilung eines Schleimfiebers.)
N. N., 24 Jahre alt, wurde von Jugend auf weichlich erzogen, und bei jeder Unpäßlichkeit mit Medicin überhäuft, so, daß selten eine Woche verging, ohne daß ihm Medicin gereicht wurde. Zu Anfang des I. 1850 bekam N. N. durch Ansteckung einen Tripper, der sogleich einen sehr bösartigen Charakter annahm. Da er durch das frühere viele Medicintren Abneigung dagegen erhielt, das Uebel aber sehr bedenklich wurde, trieb ihn die Nothwendigkeit an, seine Zuflucht zur Wasserheilanstalt zu nehmen, er trat den 16. April 1850 daselbst ein.
ES wurden anfänglich Sitzbäder, nasse Einpackungen und Vollbäder nebst nassen Umschlägen angewendet. DaS Uebel war jedoch sehr hartnäckig, und nach vier- wöchentlichem Gebrauche stellte sich Fieber, Appetit- und Schlaflosigkeit ein. ES bildete sich auch nach einigen Tagen ein Schleimfieber aus, welches ihn unfähig machte, das Bett zu verlassen. Er wurde sonach täglich mit 2 nassen Leintüchern, einem Sitz- und Vollbade mit ab-

