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j iet, Schlaf und Appetit waren verschwunden. In ihrem Fieberanfalle war sie kaum im Bette und Zimmer zu­rückzuhalten.

Der Anfang wurde mit Eknwickelung in nasse Lein­tücher zum Dünsten, in welchen sie jedesmal so lange blieb, bis sie höchst unruhig wurde, worauf sie ins kalte Bad gebracht ward, allwö sodann die Besinnung ein­trat, und sie sich erklären konnte, wie sie sich befinde. Sobald Hitze und Fieber sich wiederholten, und die Besinnung sie wieder verließ, ward abermals das erste j wiederholt, und auf diese Weise Tag ' und Nacht fort­gefahren. Dieses dauerte 10 Tage lang, wurde jeden Tag fünfmal wiederholt, und ihr stets Wasser zum Trinken gereicht, welches sie mit Appetit verschlang, j ; Nach Verlauf von 10 Tagen stellte sich der Schweiß f \ ein; sie konnte es länger in der Einpackung auShalten; , | auch die Besinnung verlor sie nicht mehr. Als endlich f ! das Fieber sich bedeutend gelegt und Schlaf eingestellt hatte, so wurde sie in trockene Decken eingepackt und f zum Schwitzen angehalten, worauf sie jedeSmal inS Vollbad gebracht wurde, welches ihr sehr wohl bekam. ES stellte sich auch wieder Appetit ein, und ihre Krank- 1 heit nahm eine solche Wendung, daß sie auS aller Ge- J i fahr war, vielmehr die meiste Zeit mit Essen und Trin- * ken und Schlafen zubrachte. ES wurde noch täglich einmal mit Schwitzen fortgefahren und einige kalte Kly- stiere genommen.

Nach Verlauf von 4 Wochen konnte sie das Bett verlassen. Die Schwäche verlor sich allmälig. Sie hatte k, über nichts mehr zu klagen, und konnte nach fünf- ö wöchentlicher Kur die Anstalt verlassen, in ihren Dienst

n zurückkehrcn, und anfangs die leichten häuslichen Ar--

beiten verrichten. Sie hatte Gelegenheit zu Hause täg- ie lich ein kaltes Bad zu nehmen, das ihr so gute Wir- tt kung machte, daß sie sich auffallend erholte, und sich f- wie neugeboren fühlte nur geschah eS, daß ihr die III 16