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an nahm ihr Gesicht eine grau-blasse Farbe an; sie befand sich Jahre lang in einem zweideutigen Gesundheitszustände, der aber nach und nach sich verschlimmerte, so daß sie Morgens beim Aufstehen sich so schwach fühlte, daß eS ihr, nur einige Schritte zu gehen, sehr schwer ankam.
In dieser Lage ward sie am 31. August 1845 in die Anstalt gebracht. ES wurden 14 Tage lang täglich 2 Regenbäder gebraucht, und nebenbei frisches Wasser getrunken. Da sich jedoch jeden Morgen eine auffallende Schwäche zeigte, während dem sie doch die Nacht hindurch sehr ruhig im Bette lag, so wurde nach genauer Beobachtung entdeckt, daß sie in einer Ohnmacht wie scheintodt ohne allem Athem regungslos im Bette lag, und auf keine Art im Stande war, auS ihrer Ohnmacht gebracht zu werden. In solchen Zuständen konnte sie nach Angabe ihrer Schwester, welche immer bei ihr im Zimmer schlief, vielleicht schon 2 Jahre zugebracht haben, ohne daß man diese Entdeckung gemacht hatte, - woraus sich aber die ausfallende Mattigkeit erkennen läßt.
Nach dieser Entdeckung wurden nasse Ueberschläge über Unterleib und Brust bei Nacht angewendet, und dreimal gewechselt, worauf sogleich sich die Mattigkeit etwas verlor, und sich nach und nach Schweiß einstellte. Nach 8 Tagen zeigten sich große Geschwüre (Furunkeln) am Ellenbogen, und an anderen Theilen, aus welchen eine Masse Eiter sich entleerte. Nach 3 Wochen waren die Geschwüre abgehetlt; eS trat ruhiger Schlaf ein, ohne Ueberschläge zu gebrauchen. Sie nahm zusehends an Kräften und Munterkeit zu, und verließ ganz hergestellt den 10. Oktober die Anstalt.
77.
(Heilung einer Luftröhrenschwindsucht.)
N. N., 34 Jahre alt, litt seit 2 Jahren an Halsentzündungen und Heiserkeit. Sein ihn behandelnder

