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Da die Eltern der Kleinen nicht eigentlich ihre Gäste waren, sondern nur mitgebracht worden, so konnte das Fräulein sich süglich damit begnügen, sie in kühler Höflich­keit zu begrüßen, natürlich mit gebührender Hochachtung.

Als jedoch der Saaldiener und zwar in der Ord­nung der verkeh ten Welt zuerst die Fräuleins, dann die mitgebrachten" Damen drei Namen ankündigte, erlaubte sich Nais einen Schritt über die Grenzen ihrer Zurückhal­tung hinaus.

Er rief nämlich:

- Die Fräuleins von La Roche-Hugon, Frau Baro­nin vön La Rochc-Hngon und Frau Gräfin von Rastignac.

Fiäulein von Estorade eilte auf die Gemalin des Ministers zu, bemächtigte sich mit liebenswcrther Anmuth ihrer Hand und drückte sie an die Lippen.

Die Gräfin und vor allen der Gras von Estorade säumten nicht, die unerwartete Besucherin zu begrüßen, und schnitten ihr das Wort vom Munde ab, welches entschuldi­gen sollte, daß Frau von Rastignac gewagt habe, unter den Fittichen ihrer Schwägerin gleichsam als Zugabe zu erscheinen.

Man führte sie zu einem der bevorzugten Plätze, von wo sie das ganze Fest am besten übersehen konnte.

Das Vergnügen war bereits im lebhaftesten Gange.

Nais konnte nicht allen Aufforderungen zum Tanze genügen, womit sie von den allerliebsten kleinen Löwen be­stürmt wurde. Sie richtete dabei aus Vergeßlichkeit hie und da Verwirrung an.

So geschah es, daß auch zum Glück nur vorüber­gehend das herzliche Einverständriß zwischen dem grünen Frankreich und dem tückischen Albion gestört ward.