Frau Tancröde, die ich damals zufällig getroffen und die fich sogleich anheischig machte, mit Ihnen darüber Rücksprache zu nehmen, nicht den Auftrag, Ihnen zu sagen, daß jeder noch so geringe Beitrag höchst willkommen sein werde?
— Und ich darf wol sagen, warf Frau Tancröde ein. daß die Antwort der Betreffenden an den Betreffenden nicht lange auf fich hat warten lassen.
— Ganz richtig, sagte Iosephine, aber der Herr da nahm von unfern Gelde immer nur mit den Fingerspitzen, als ob eS ihm die Finger verbrannt hätte. Aber, sagt selbst, war eS nicht arg. den Wohlthäterinnen zu verbieten, ihre Beiträge selbst zu überbringen?
— Theure Josephine, erwiederte JacqueS Brichetean, ich war Organist und hing ganz von der Gnade des Herrn Pfarrers von der Kirche Saint Louis en l'Jle ab, ich suchte Mufiklectionen in Mädchen-Erziehungsanstalten; konnten Sie eS verlangen, daß ich mich, indem ich vier so muntere Schönen, wie Sie damals waren, zu mir kommen ließ, der Gefahr aussetzte, meinen Ruf und demgemäß meinen Verdienst zu verlieren.
— Ach nein, nein, sagte Frau Tancröde, daS war Alles ganz in der Ordnung und die Idee, uns einmal im Jahre hier zu sehen, um unsere Unterschriften zu erhalten und Rechenschaft abzulegen, war gar nicht so übel vom Herrn Bricheteau; aber waS ich unbillig finde, ist, daß er un- seit den zwei Jahren, wo er uns unsere Vorschüsse zu-, rückcrstattet hat und der kleine Junge auf eigenen Füßen' steht, gänzlich vernachläsfigte. .
— Ich bitte, meine Damen, Folgendes zu beherzigen: Seit zwei Jahren war ich von zahllosen Geschäften über«

