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VI.

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I a g o.

Jacques war nach Luigias Besuche nicht zum Speisen zurückgekommen, Sallenauve konnte seine Ungeduld nicht

länger bezähmen und ließ um halb acht Uhr anspannen, um in die italienische Oper zu fahren.

Er war so glücklich, noch einen Platz im Orchester zu

erhalten, da alle andern Sitze schon seit mehreren Tagen

vergriffen waren. Die Luigia sollte an diesem Abend die Nachtwandlerin von Bellini darstellen. Es war da- erste­mal , daß sie von den tragischen Rollen abging, und man war ungeheuer begierig, ob das Orakel von Conti, welcher sie für unfähig erklärt hatte, Rollen leichterer Gattung dar­zustellen, wahr gesagt habe. Conti hatte es versucht, sich in die Reihe der Anbeter zu stellen. Da er aber sehr kalt ausgenommen worden war, war er zu der Rolle de- erbit­tertsten Feindes übergegangen und gab fich große Mühe, überall zu verbreiten, daß das arme Weib in der komischen Oper nicht zum Anhören sein werde.

Wer weiß, ob die große Künstlerin von dem Gedanken begeistert wurde, diese insolente Wahrsagung Lügen zu strafen, oder ob sie daran dachte, daß sie heute vielleicht zum letz­tenmal« auf der Bühne erscheine, auf welcher fie in der kur­zen Zeit, während welcher fie in Pari- aufgetreten war, so