stürzen zu wollen, fremd geblieben bin, geschah, weil es mir schien, daß jene Partei, welche daS Ministerium stürzen will, dem System, das ich verabscheue, noch mehr Festigkeit geben würde. Die Minister mögen jedoch nicht glauben, in mir eine Stütze zu finden, weder eine offen erklärte, noch eine kluge, heimliche, ich werde aber ihrer Macht nichts in den Weg legen und für die geheimen Fonds votiren, welche fie von uns verlangen, weil ich fie in ihrem blinden Eifer für die größten Femde der Monarchie halte."

(Hier folgte ein satyrisches Portrat eines Ministers mit allen Schwachen und Fehlern, welche ihn s e i n e n Leuten theuer machen, und endlich emes mit den drei Tugenden eines Staatsmannes ausgerüstet, wie er sein soll, ehrlich. ruhig und uninteressirt, eines Staatsmannes, der es gleichgültig macht, unter welcher Form regiert wird.)

Nach dieser Rede versuchte Rastignac zu antworten, allein dadurch machte er eS nur noch schlimmer. Man schrie:

Zur Abstimmung! Zur Abstimmung!

Nachdem man den Präsidenten gezwungen hatte, den Schluß der DiScussion anzuzcigcn, sprach die Kammer nach einer Viertelstunde ein Vcrdict^aus, welches den Ministern eine Majo- rität von nur drei Stimmen ließ und fie zwang, ihre Por­tefeuilles in die Hände des Königs zu legen. Sallenauve wurde im Herausgehen, im Saal der verlorenen Schritte von Frau von Estorade beglückwünscht, welche ihm noch nie so warm die Hand gedrückt hatte, ja er glaubte Thrä« nen in ihren Augen zu sehen.

Herr von Estorade sagte: Ich hatte Unrecht, Ihnen eine polltische Zukunft abzusprechen, ich glaube, Sie . hämmern Ihre Reden noch besser, als Ihre Statuen.