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sichten nicht erkennet
Ich hoffe nicht, daß aus diesen jemand auf den Gedanken verfallen, und schliessen werde, man wolle einen Unterricht cinführen, dadurch junge- Heiden gebildet werden: denn ich habe schon gesagt, daß der Mensch für keine andere, als die geoffenbarte christliche Religion gebohren sey, und da muß man es bekennen, daß der Glaube, nicht die Vernunft, Christen 'mache; und daß das erste, was man von einem Jünger Jesu Christi verlangt, darinn bestehe, daß er seinen Verstand gefangen nimmt, und dasjenige glaubet, was er nicht begreifen kann: und ich sage über alles dieses, daß uns die Vernunft selbst zu dieser Un- terwerftmg führet, daß. sogar, je größer unsere Einsicht ist, sie uns desto mehr die Nothwendrg- keit uns zu unterwerfen zu kennen glebt; und daß wenn man ungläubig ist, man dadurch nicht die Stärke seines Verstandes und seiner Vernunft zu erkennen giebr, sondern seine Verwirrung und Schwäche an den Tag leget.
Der Glaube ist eine Gabe Gottes, um die man vor allem eifrig und inständig Gott bitten
muß;

