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Kein Wunder daß so viele Christen bey der Liebe und dem Vertrauen, daß sie zu Gott ha­ben sollen, nichts rechts zu denken wissen: die­weil Kinder an das Gefühl der Liebe, die sie für ihre Eltern empfinden, oder <m das Ver­trauen , das sie zu ihren Freunden gefaßt, ha­ben, nie sind erinnert worden; aus der Liebe, die sie für Menschen empfinden , müssen sie lernen, was Liebe zu Gott sey; aus dem Gefühl, das sie gegen einen Wohlthäter haben, müssen sie Dank­barkeit und Vertrauen zu Gott lernen, durch die unangenehme Empfindung über einen Schaden oder Verlust, den sie sich zugezogen haben, muß sie der Katechet zu dem führen, was Reue über die Sünden sey; alsdann finden sie sich gleich zurecht, sie wissen und empfinden es gleich, wie .ihnen zu Muthe ist, wenn das in ihnen vorge­het, was man Liebe, Reue, Vertrauen u. d. g. zu nennen pfiegt.

Will man nun , daß die Neigung zur Aus­übung der sittlichen Pflicht in Kindern entstehe, so muß man die gleichstimmige Empfindung, wo­durch sie unmittelbar erweckt werden soll, durch Vorstellung und Erklärung der Bewegsgründe F rege

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