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Krauter, Brunnkresse und die Blätterknospen des Brombeerstrau­ches äsen. '

Jagdbenützung. Im Falle des Bedarfes, oder eines zu starken Rothwildstandes wegen werden Spießer, Schmal- thiere und gelte Thiere geschossen.

Jagdschutz. Wie im Januar.

Stand. Das in Rudeln vereinte Rothwild nimmt, bei guter Witterung seinen Stand allmahlig an Sommerbergen (gegen Süden gelegene Waldhöhen) auf den Schlägen und im lichten Ge­hölze. Eben so auch die starken Hirsche.

März.

Aesung. Das Rothwild zieht nächtlicher Weile auf die Samenfelder; im Walde äset es weiche Aspenrinden, Heidekraut, Knospen, junge Blätter, Brunnkreß und frische Kräuter.

Jagdbenutzung. Wie im Februar. Der Jäger sucht die abgeworfenen Geweihe auf.

Jagdschutz. Das Rothwild leidet in diesem Monat vor­züglich durch die Engerlinge; es darf daher, wenn es noch sehr kalt und viel Schnee da ist, mit der Fütterung nicht aufgehört wer­den. Frisches Aufschlagen der Salzlecken.

Stand. Das Rothwild steht rudelweise in Dickungen. Die starken Hirsche stehen im lichten Stangenholze, in niedrigen Po sehen, um mit dem zarten, sich jetzt bildenden Geweihe so wenig als möglich anzustoßen.

April.

Aesung. Das Rothwild zieht bei Nacht auf die Samenfel­der und an die Quellen, um Kräuter zu äsen.

Jagdbenutzung. Wie im Marz. Bei starken Wild­stand kann ein Kolbenhirsch geschossen werden.

Jagdschutz. Mit dem Erneuern der Salzlecken wird fort­gefahren. Rothwild, welches im harten Winter nicht gehörig ge­füttert und dadurch schmal geworden ist, üb er äset sich im Früh­ling, wenn ungewöhnlich warme Witterung eintritt und dadurch die jungen Kräuter zu üppig hervorkommen. Dieses Ueberäsen hat die Ruhr (M. s. Krankheit) zur Folge. Man kennt ein damit befal­lenes Stück Roth wild schon in weiter Ferne. Es kümmert auf­fallend und schwankt umher. Um die Verbreitung dieser gefährlichen Krankheit zu verhindern, muß ein solches Stück gleich niedergeschos­sen werden. Das Wildprett ist kein Gerücht für die Tafel der Vornehmen, da es aber keinen schädlichen Einfluß auf die Gesund­heit des Menschen hat, so wird es gewöhnlich an arme Leute ab­gegeben.