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August.
Aesung. Das Rothwild zieht auf Winter- und Sommerfelder, besucht auch gerne die Schlage, um von dem jungen Anflug der Tannen, Lerchen, Saalweiden, Masholder rc. die zarten Auswüchse zu äsen.
Jagdbenutzung. Man schießt keine geringen, sondern gut jagdbareHirsche, da die Feistzeit eingetreten und der Hirsch zwischen Mariä-Himmelfahrt und Mariä-Geburt am besten ist, auch alte Thiere, welche in diesem Jahre nicht gesetzt haben und Schmalthiere.
Jagdschutz. In diesem Monat befällt oft dieKnotenkrank- heit das Rothwild. Hat man ein Stück gefunden, das an dieser Krankheit eingegangen ist, so muß es gleich als Fallwild betrachtet und tief eingescharrt werden,^ auch ist es die Pflicht des Jagers, auf dem Anstand und der Pürsche jedes Stück Rothwild, das die Kennzeichen dieser Krankheit (M. s. Krankheit) tragt, nieder zu schießen und unter die Erde zu bringen.
Stand. Das Rothwild und der gute Hirsch mit seines Gleichen steht am liebsten in solchen Vor- und Feldhölzern, an deren Saume Sommer- und Winterfelder hinlaufen. —
September.
Aesung. Das Rothwild äset Sommerfrüchte, Erdapfel, wildes Obst, Rüben, Kraut und das Gras auf den Schlagen. —
Jagdbenutzung. Um Bartholomäi beginnt die Treibjagd auf geringe Hirsche, auf starke bis Mitte dieses Monats. —
Jagdschutz. Der Jager hat darauf zu sehen, daß die Brunft- platze nicht von unberechtigten Leuten besucht und das Rothwild wahrend der Brunft nicht durch das Pecheln, das Rechen, der Waldstreue rc. beunruhigt wird. Wo der Rothwildftand von ' Bedeutung ist, bereitet man dicht an den Brunftplatzen eigne Aecker (Brunftäcker), bestellt sie mit Getreide, Klee, Kartoffeln, Kraut, Rüben und umzäunt sie. In der Brunstzeit öffnet man einen Acker nach dem andern und überläßt die Früchte dem Roth- wilde, wodurch dieses nicht nur gut genährt, sondern auch besonders auf. die Brun ft Plätze gelockt wird. — Wo keine Aecker bereitet sind-, befestigt man auf den Brunft platzen mannshohe Balken mit Seitensprossen, an welche Hafergarben und Kleebündel gesteckt werden, auch streut man um diese herum von Zeit zu Zeit Eicheln, wildes Obst, Kartoffeln, Rüben und anderes Grünzeug, welches das Rothwild gerne äset. —
Von der Eichel - und Büchelmast wird nur so viel eingesammelt, daß noch genügend zur Nahrung des Rothwildes im Walde übrig bleibt. —

