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IV.
Trappe^).
(Otis.)
Charakter. Schnabel nicht so lang wie der Kopf, gerade, kegelförmig, zusammengedrückt, Oberschnabel an der Spitze ein wenig gewölbt, Nasenlöcher eiförmig offen, nahe an einander liegend; Zunge zugespitzt, etwas gespalten; Stander lang, stark, über den Knieen nackt. Zehen an der Wurzel vereinigt, häutig berandet. Flügel mittelmäßig; erste Schwungfeder mittler Lange, zweite sehr wenig kürzer, als die dritte, längste. Die Trappen leben unter sich gesellig, sind aber sehr scheu gegen den Menschen. Ihr schwerfälliger Körper macht, daß sie nicht sogleich auffliegen können, sondern vor dem Erheben eine Strecke laufen müssen; jedoch einmal im Fluge ist dieser rasch und anhaltend.— Aufenthalt im erwachsenen Getreide, in Ebenen mit Gestrüpp, oder Haide bewachsen.— Aesung Feldfrüchte, Saatblätter, Kohl, Rüben, Würmer rc. — Befruchtete Weibchen leben einsam. —
Großer Trappe (0t. tarda).
Der große Trappe, eine Art der Gattung Trappe — Otis— gehört zu den hühnerartigen Vögeln.
Naturhistorisches.
Aesung. Balzzeit. Brütezeit.
Möhren, Turnips, weiße Rüben, Samenkörner, junge Getreidehalme, Raps, Insekten, Regenwürmer, nackte Schnecken, Heuschrecken und als einen der liebsten Leckerbissen — jungen Schierlingssamen.
Der Trappe balzt in den Monaten März und April, brütet in einer kleinen ziemlich flachen Grube auf Saatfeldern, in welche die Henne 2—3 olivenfarbige, bleichbraun gefleckte Eier legt, 28 — 30 Tage.
Die Feiftzeit dieser Wildart ist der Monat September, wo sie in manchen Gegenden Deutschlands oft die edle Hühnerjagd wesentlich verschönert.
*) Der große Trappe verändert feinen Stand mit dem Wechsel der Jahreszett, aber er entfernt sich nicht weit davon und ist daher zu den Standvögeln zu rechnen. — Uebrigens ist er als Jagdwild für den deutschen Jäger nicht interessant und wichtig genug, um hier über seine Oeconomie und Benutzung einen „Waidmannisch enMonats-Cyclus" aufzustellen. —

