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Brünften , beim Roth-, Dam- und Elcnwild sich begat­ten. Gegen Ende August, die beste Feistzeit der Edelhirsche, verkündigen diese, vorzüglich die starken, durch Schreien, wel­ches ihnen gleich Anfangs den Hals anschwellen macht, ihr brünsti­ges Verlangen nach dem Thiere, verlassen ihre Sommerstande und trollen den oft weit entlegenen, ihnen aber wohlbekannten Brunft Plätzen zu, in deren Nähe sich das weibliche Roth wild, in einen Rudel zusammen gezogen hat. Der Hirsch tritt auf die Brunft und hat er sich mit dem Nudel vereint, so ist sein Er­stes, von dem Rudel die geringen Hirsche abzutreiben, wel­ches ihm aber nicht jeder Zeit gelingt, denn wir haben unzählige Beispiele, daß starke Spießer gut jagdbare Hirsche nicht nur abgekämpft, sondern zum Verenden geforkelt haben. Der Sieger behauptet sein Recht über das Rudels welches er mit heroischer Gewalt zusammenhält und vorzüglich die brunftigen Schmalthiere treibt. Das Beschlagen selbst ist das Werk einiger Sekunden und sehr merkwürdig. Hat der Hirsch das alte Thier oder das Schmalthier durch das Treiben recht brunf­tig gemacht, so sprengt er es, fällt auf, laßt sich höchstens eine Strecke von 1012 Schritten lang vom Thiere mit fortreißen, und der Beschlag ist vorüber. Beim Damwild beginnt die Brunft gegen die Mitte Octobers und dauert bis in die Mitte oder gegen das Ende Novembers. Das Elenwild tritt schon ge­gen Ende Augusts in die Brunft und zu Ende Septembers aus derselben. Auch vom Schwarzwild wird zuweilen der Aus­druck Bruyft gebraucht, aber ungehörig.

Brunftfähig heißt das Wild der Hirscharten, wenn es zur Begattung reif ist. (Siehe die Artikel Roth-, Dam-, Elcnwild.)

Brunfthege, die Zeit, wo der Besuch des Waldes den Holzhauern, Pechlern rc. verboten ist, um das Wild nicht im Brünf­ten zu beunruhigen, oder gar von den Brun ft Plätzen zu ver- scheuen.

Brunftig, beim weiblichen Roth-, Dam- und Elenwild be­gierig auf den Beschlag. Der Jäger sagt: der Hirsch ist in der Brunft, das Thier ist brunftig.

Brunftplan, gleichbedeutend mit Brun ft platz. Der Hirsch besucht alle Jahre seine alten Brunftplätze, so lange das Holz auf diesen Stellen nicht abgetrieben und er da während der Brunft nicht besonders beunruhigt wird.

Brunftruthe, das Zeugungsglied des Roth-, Dam- und Elenhirsches.

Brunftzeit, s. Brunft.

Brünsten, gleichbedeutend mit Nässen oder Feuchten, d. h. den Urin lassen.