zwei kreuzweis über einander weglaufende Flügel, so heißen sie Kreuzflugel, welchen Namen überhaupt alle einander durchkreu- rende Flügel führen. Der von dem Lauf zur rechten Hand ins Jagen gehende Flügel heißt der rechte und der zur linken Hand hineingehende der linke Flügel. Ein quer in und vor dem Jagen durchgehauener Weg wird ein Querflügel genannt. Ein nicht ganz durch das Holz gehender, auch nicht mit Ziffern, sondern mit Buchstaben bezeichnter Weg heißt ein Stellflügel und ein mit allen zur Jagd nöthigen Flügeln durchhauener Wald ein beflü­gelter Wald. c. Flügel heißen auch die rechten und linken En­den der Treibwehre und der Schützenwehre.

Flügellahm ist das Stück Flugwild, dem ein Flügel abge­schossen, oder durch einen Schuß zerschmettert ist.

Flügelhorn, ist ein halbmondförmiges Blechinstrument, mit welchem bei großen Treibjagden die Zeichen auf beiden Flügeln des Treibens geblasen werden.

Flügelmeisier werden die Jager genannt, welche die Flü­gel einer Treibjagd befehligen.

Flügeln flügellahm schießen.

Flügelwerk, gleichbedeutend mit Federwild.

Flügge, gleichbedeutend mit beflogen.

Flug," eine Gesellschaft von mehreren Trapphennen, die sich im Herbste vereinigen und für sich ohne männlichen Gefähr­ten (mit Ausnahme ihrer Jungen) bis zur folgenden Balzzeit ver­einigt bleiben. Auch die Gesellschaft einer oder mehrerer Kranich- familien, so wie überhaupt aller Zugvögel wird ein Flug und bei einigen ein Zug genannt.

Flugschütze, gleichbedeutend mit Federschütze, aber be­sonders: em im Flugschießen sehr fertiger Jager.

Flußadler, s. Adler, 9.

Focke Ardea Nycticorax, Lin. Der Focke führt auch den Namen Nachtreiher, Nachtrabe, bunter oder Schildreiher; wird in Sachsen selten, häufiger in Schlesien und an den ungarischen Grenzen angetroffen. Einiges hat er mit dem aschgrauen Reiher sArdoa cinersa Noyeri) gemein; in andern Stücken nur in der Farbe nicht ähnelt er der Rohrdommel. Wie jener gehört er zu den Sumpfvögeln und zwar zur Gat­tung Reiher. Er ist bei uns ein Zugvogel, wie alle seine Gat­tungsverwandten.

Die Lange des Männchens betragt 2i£ Zoll, die Breite von einer Flügelspitze zur andern 44| Zoll.

Der Schnabel ist 3| Zoll, der Hals 8 Zoll, der Schenkel 5 Zoll, das Schienbein Zoll lang. Die Mirtelzehe mißt 3 Zoll, deren auf der innern Seite etwas gezahnelte Kralle £ Zoll, die Scitenzehen sind beinahe einen ganzen Zoll und deren Krallen auch