197

Glatte Geweihe, welche nur wenige und geringe Erhöhun« gen auf den Stangen haben, nur wenig gekraust sind.

Glück auf! (Waidmannsheil!) Der allbekannte Jä­gergruß. EinGlück zu!" oderwünsche viel Glück!" hätte den alten Jager eben so gewiß aus der Fassung gebracht, wie es den Bergmann empört und mit Bangen erfüllt. Wir Jäger sind noch jetzt nicht immer frei vor manchem Aberglauben.

Gräne, bei Rothwild die zwei stumpfen Zahne oben im Geäß. Je älter das Rothwild ist, desto schön-brauner, glanzen­der und werthvollcr sind die Gräne. Bei Hirschen von 18 oder 24 Enden fand man oft ganz schwarze von dem höchsten Glanze, die, so zu sagen mit Gold ausgewogen und nur von fürstlichen Per­sonen als Schmuck getragen wurden. Das Ausnehmen der Gräne, ohne sie abzusprengen, ist ein eigener Handgriff, der nur von geübten Jägern gelernt werden kann.

Gräuel (Grenelli) , was beim Rothwild das Kurz - wildprel ist.

Gräslein (das), s. Abtritt.

Grasen, s. Ab rasen.

Graser (Lecker, Waidlöffel, Waidmeffer), beim

Rothwild die Zunge.

Grashirsch heißt jeder Hirsch in der Zeit, wo das Getreide noch nicht Körner angesetzt hat und er also nur Krauter, Gras rc. äset. >

Grauer Kranich, s. Kranich.

Gratthier, s. Gemse.

Grauwild, s. Birkhuhn.

Greisen sangen. Ein Bär fängt nicht ein anderes Thier, sondern er greift es.

Grenelli, s. Gränel,

Grieltrappe, s. Trappe.

Griffe, s. Gew affe, soweit vom Raubgeflügel die Rede ist.

Grimmen oder Krümmen, s. Bügel,

Grind, beim Roth-, Dam- und Elenwild der Kopf.

Grind auswerferr, beim Wild den Kopf hoch erheben, um aufmerksam zu äugen, zu lusen oder zu winden,

Grind hinrecken. Der Jäger, wenn er ein Rudel oder ein einzelnes Stück Wild, über einen Weg, einen Waldschlag ziehend oder flüchtig gespürt hat, sagt nicht: das Wild hat seine Richtung dahin oder dorthin genommen, sondern: es reckt den Grind nach diesem oder jenem Bogen, nach dieser oder jener Dickung hin.

Grindschuß, ein Schuß auf den Kopf.

Grobe Sau, gleichbedeutend mit starke oder gute Sau.

Grobwild, gleichbedeutend mit Hochwild.