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Saugarten (Saufang). Ein oft ziemlich bedeutender, mit starken Pfählen eingezaunter Waldraum, worin Sauen gekirrt und eingesperrt werden. In frühem Zeiten gehörte zu den Eigen­schaften eines tüchtigen Waidmanns auch die Kenntmß der Anlage und Pflege eines solchen Saugartens, aber wir übergehen die Be­schreibung, weil sie heut zu Tage beinahe ganz zwecklos erschei­nen würde.

Sauhatze, eine Jagd, wobei Sauen durch Hatzhunde gehetzt und gefangen werden.

Saukasten. Ein hölzernes Behaltniß, um eingefangenes Schwarzwild lebendig von einem Ort zum andern bringen zu kön­nen. Nöthig. ist dabei die Vorsicht, vorn und hinten Zugthüren an­zubringen, damit der auf dem Kasten stehende und ihn öffnende Mann von dem herausfahrenden Schwein nicht verwundet werden kann.

Saumleine heißt die an dem obern und untern Saum der Jagdtücher eingenähte Leine, welche das Zerreißen derselben verhin­dern soll.

Saunetze (Saugarne), heißen zum Saufang bestimmte, wenigstens 30 Maschen hohe und 160 Waldschritte lange, mit den Maschen über der Rückbank fest angezogene Netze, woran jede Ma­sche 6 Zoll ins Gevierte mißt. Wegen des heftigen Anprellens der Sauen müssen die Ober- und Unterleinen stark angezogen und wo möglich an Baume gebunden, mindestens sehr stark eingcheftelt werden.

Schäften (Spießen), s. Leinen anbindcn.

Schärfen nennt der Jager das Auf- und Abschneiden am Wildpret.

Schäumling oder Scheimling, beim Wildschwein die Augen.

Schaft, die Stange an der Schweinsfeder; alles Holzwerk an den Flinten.

Scharfe Grenze nennt der Jäger die Jagdgrenze, wo der Nachbar zu keiner Zeit schont, d. h. Aasjägerei treibt.

Schalen, die hornigen gespaltenen Hufe (Klauen) an den Läufen des Roth-, Dam-, Elen- und Schwarzwildes.

Schallen (Schalten, Schelten), s. Melden.

Scharf von Schalen heißt ein Wild, dessen Schalen nicht stark abgewechselt sind und daher scharfe Wände haben. Alles Wild au§ ebenen, steinfreien Gegenden hat in der Regel scharfe, das Bergwild aber abgewechselte oder stumpfe Schalen.

Schaufelgeweih ist das aus 2 Schaufeln bestehende Ge­hörn des Damschauflers, des starken und des Capital -Damschauf- lers, der daher die Namen: Schaufelhirsch, wie auch Schauf­ler hat. (UebrigenS s. Damwild.)