ausgeschnitten und mit Gold und Silber eingefaßt. Die Hanl wird, rauh gegerbt, zu Kleiderfuttern gebraucht; weißgahr achtet man sie nicht viel, da sie sehr dünn sein soll. Das Blut oder derSchweiß wird in ihrem Vaterlande für ein schmerzstillendes Mittel gehalten. Außer daß das Wild den Jager zuweilen den Felsen herabstürzt, t»nnt man keine schabliche Eigenschaft von ihm.
Steinbocksziege, das weibliche Steinbockwild, wenn es ge« brunftet hat.
Steinbrecher, f. Adler 4.
Steingeifr, s. Gems.
Steinziege, s. Gems.
Stellbrocken, der Köder auf Fallen zum Fang des Raubzeugs.
Stellen sich — 1) beim wunden Wild dem Hund hal« 1<n; —> 2) beim Hirsch dem Hund halten und gegen ihn einlege n. Besonders thun dies die Hirsche, die Zeinen bedeutenden Schlegelschuß haben und durch einen recht flüchtig verfolgenden Hund zu sehr ermüdet werden.
Stellen, — wenn der Hund ein wundeS Stück Wild tzinholt und nicht mehr fort läßt, so stellt er es.
Stellslügel, s. Flügel.
Stell her! Zuruf beim Zeugrichten, wenn gestellt werde« soll.
Stellstangen, s. Forkel.
Stellweg', s. Nicht statt.
Sternadler, s. Adler 1.
Steuerfedern, s. Ruderfedern.
Stich, beim Roth-, Dam- und Elenwild die Vertiefung in der Brust unter dem Halse. — Aus den Stich schießen. —
Stichel, ein spitziges Eisen an einem hölzernen Stiel, womit man die Locher zum Einstellen der Forkeln verbohrt.
Stichschuü, si Schlegelschuß.
Stocheln sagt man vom Hühnerhund, wenn er beim Suchen lang auf einer Stelle klebt und mit der Nase am Boden herumschnuppert.
Stock heißt am Grinde des Elenhirsches, was an dem des Rothhirsches der Rosenstock ist. Gleich vom Stocke an biegen sich die Stangen nach den Seiten und sanft unterwärts, dann — ohne Rosen, Augensprossen und Eissprossen, erheben sie sich weitbauchig und breiten sich in handförmig gestaltete, hinterwärts, dem Alter nach mit weniger oder mehr endenartigen Fortsätzen besetzte Schaufeln aus.
Stockadler, s. Adler 2.
Stöber (Stöberer, Stöberhund), s. Spionhund; überhaupt jeder Hund, der zum Aufsuchen und Auflagen des Wildes gebraucht wird.

