Wildenzen , nannte man früher den Pürschgang nur auf Thiere, auch das Wildern.
Wilder Rehbock, s. Damhirsch.
Wildfähre (Wildfuhre), ein im Wald um ein Dickicht, Behältniß oder um einen Morast umgegrabener, auch umgepflügter und mit der Egge eben gemachter Erdstrich, damit das darüberziehende Wild darauf gespürt werden könne.
Wilder Hahn und wilder Puter, Namen des Auerhahns.
Wildfolge, s. Folge.
Wildfuhr, s. W i l d b a h n, auch gleichbedeutend mit S ch l e p p- neue. —
Wildgarn (Wildnetz), ein Garn zum Fangen des Wildes , welches statt der Jagdtücher und hohen Zeuge gebraucht werden kann. Man hat schwere und leichte Wildgarne, jene haben Maschen von 6 Zoll ins Gevierte, sind von Ofadigem hänfenem Garn 18 Maschen hoch gestrickt und stellen 100 Waidschritte weit, die Leinen dazu werden 20 Faden stark geschlagen. Ueber die Leichten s. Koppelnetz.
Wildgarten, s. Thiergarten.
Wildgruben, Gruben mit Kirrungen oder Salzlecken.
Wildhagen, s. Hagenwild.
'Wildhafer heißt die Abgabe in Hafer, welche an manchen Orten für das Recht, sein Feld umzäunen zu dürfen, an den Jagdherrn entrichtet werden muß.
Wildhege, s. Hege.
Wildkalb, das junge weibliche Rothwild, bevor es ein Jahr alt ist.
Wildpret, das Fleisch des Wildes.
Wildraufe, s. Raufe.
Wild ruf, jedes Werkzeug zum Herbeilocken des Wildes mittelst Stimmennachahmung.
Wildschütze , s. R au b sch ü tz e.
Wildfchuppe, s. Heu schuppe.
Wildschwein, s. Schwarzwild.
Wildftand , das mehr oder minder zahlreiche Wild, welches in einer Waldung, in einem ganzen Revier steht. Daher starker (großer), oder geringer (kleiner) Wild stand.
Wildsteig (Wildpfad), so viel als Wechsel oder Paß.
Wildtrage, eine aus alten Garnen an Stangen befestigte Trage, worauf man das gefällte Wild vor den Jagdschirm tragt und daselbst gehörig hinlegt.
Wildwache. Um eingewechseltes Wild vor einem großen Treibjagen beisammen zu behalten, mithin am nächtlichen Besuche der Felder wie auch am Weiterwechscln zu verhindern, umstelle man jene Seiten der Waldung, an welchen zunächst Frucht-

