j%us der ^Vorzeit nachtumhüllten Sclioosse,
Wo noch schlummerten der Zukunft Loose,
Steig’ Erinn’rung freundlich heut empor!
Gleich dem Quell in öden Wüsteneien,
Soll Vergangenheit das Ilerz erfreuen,
Lauschen ihr der stillen Sehnsucht Ohr!
Dich begriisst mein Lied in weiter Ferne,
IJeissgeliebtes DEUTSCHES VOLK und LAND Spähend sucht mein Blick die hellen Sterne,
Die der Ruhm an Deinem Himmel fand!
Mich umrauschen Deine heiPgen Eichen,
Und ich seh die hohen, göltergleichen Prachtgestalten ernst vorüberziehn!
WODAIV donne rnd hier ans Himmels Höhen,
Pw » i Ufrl S K fsiegreich V'ÜH 1 Mlf jftcTien,
IIERTHA’S Aug’ in Frühlingsodem gli'ihn! Und die Helden, die einst kämpfend sanken, ^ INimmt WALHALLA auf in seinen Raum;
W eit und gross, in ungemessnen Schranken,
W ebt sich hier des Lebens schönster Traum!
So umringt von jenen Traumgestalten,
Fühl’ ich mächtig deutschen Muthes W alten,
Seh’ die IXacht von Strahlenglanz erfüllt!
Seh’ im TEUTOBURGER W r ald der Römer Leichen Sieggewohnter Adler Gold erbleichen,
Roma’s Stirn mit Trauerflor umhüllt !
ARMIIN’S Racheschwert hat sie getroffen,
VARUS sinkt durch eignen blut’gen Stahl,
Hart gebüsst ivard stolzer Feinde Hoffen,
Fernhin tönt der Sieger Festesmahl!
Folgend dann^des Friedens heitern Spuren,
Weilt mein Rück k a uf Tiojnan Au* .. ■■ » »♦ -F tTTfen^*"“ Kehret ein bei Dir, Germanenland!
Gastlich tref ich ein in niedre Hütten,
Grüss’ bewundernd deutscher Männer Sitten, Keuscher Frauenliebe Zauberband!
Treu und Freundschaft galt dem Bruderherzen, Recht und W r ahrheit stand auf festem Grund, Ernsten Sinn’s bei Spiel und heitern Scherzen,
Alt und Jung an Leib und SeeP gesund.

