Jeder, den Lebensbaude an's Dasein knüpfen, bat in sich den Reiz zur Mittheilung. Jedermann, dessen erregtes Gefühl im Liedergnß äußerlich wird, findet Vergnügen am Nachhall seiner Empfindung bei Gleichgesinnten, die er sich nun auch durch Veröffentlichung zu erwecken und zu gewinnen strebt; und derjenige, der solche Bahn der Oeffentlichkeit einmal beschritten hat für Unvollkommneres, trachtet, sobald er sich einer Vervollkommnung bewußt wird, sich sogleich auch das Zeugniß dessen zu verschaffen. Daß ich diesem allgemeinen Gesetze des Begehrens und dichterischen Fortringens unterwürfig bin, wird Niemanden befremden. Aus frühern Ausgaben meiner Lieder, Ausgaben, die ich, räumlich gefaßt, beinabe fliegenden Blättern beigeselle, sind nach manchen Seiten hin einzelne Liederchen behorcht worden, und selbst in verschiedene Blumenlesen der Gegenwart übergegangen, also daß ich unter den Zeitgenossen, ich kann es nicht ungeschehen machen, mich hie und da als Dichter genannt befinde, begreiflich in der beschränkten Weise: In einem sehr heimath- lichen Thal der Schweiz lasse sich eine Stimme vernehmen, welche mit den Gesangmeistern zunächst in Schwaben, obwohl mit einiger Eigeuthümlichkeit, zu- sammeukliuge. So soll denn diese Ausgabe, wenn der erwähnte Umstand gelegentlich je zur weitern Nachfrage nach dem Verfasser führen sollte, schließlich zeigen,

