erfüllten und damit ein Sehnen aufregten, das ick mit der jetzigen Behandlung gestillt zu haben wähne. Ins Gefilde der Dichtkunst flüchtete ich mich damals aus winterlicher, schauerlicher Wirklichkeit; aber, ohne daß ich es erkannt hätte, hielt mich die befangene krankhafte Stimmung auch dort in Banden. Ein guter Drittheil Lieder, welcher sich nicht sogleich angestrebter Ausarbeitung bequemte, wurde noch dazu ausgelassen. Nach einigen weitern Erlittenheiten ist in der Zwischenzeit mein Gefühl freier und heiterer, gleichwie, wo möglich, kindlicher gestimmt, nach der Seite hin milder, nach oben hin untergebener geworden.
Die Begegnisse, die ich so eben an dieser Stelle im Umrisse berührt, bringen mich den Einzelnheiten, mit denen ich diesen Bericht beendigen möchte, näher. Ein solches Begegniß erhellt z. B. aus dem Lied: „Am Flusse." Es war im Frühjahre 1837, als ich, nach der schönen kotentilla ulbu und dem pfirsichblättrigen Veilchen lüstern, beim Kloster Paradies im Thurgau, über den Rhein setzte, daß ein Kind im Kahne jene Blumen aus voller Hand in den Rhein wallen ließ, deren Anblick im eiligen Entschwinden die Empfindung ähnlicher Abgerissenheit plötzlich zum lyrischen Sinnspruch werden ließ.
Mit der „Nonne im Sarge" hat es die Be- wandtniß: Ich gelangte zu Baden im Aargau einst

