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Wer in Christo nicht lebet, schmecket nicht rc.
mit Oel, und schenkest mir voll ein. Ps. 63, 4. £>eine Güte ist besser, denn Leben, meine Lippen preisen dich. Und Ps. 36,8. seq. wie theuer ist deine Güte, Gott, daß Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel trauenSie werden trunken von den reichen Gütern deines Hauses, und du trankest sie mit Wollust, als mit einem Strom ; denn bey dir ist die lebendige (Quelle, und in deinem Licht sehen wir das Licht. Und Ps. 70, 5. 6. Freuen und fröhlich müssen seyn alle, die nach dir fragen, und die dein* Heil lieben, müssen immer sagen: Hochgelobet sey Gott. Ich aber bin elend und arm, Gott, eile zu mir, denn du bist mein Helfer und Erretter, mein Gott, verzeuch nicht. Da zugleich beschrieben ist, was das für Leute seyn, die da innerlich mit dem gütigen Wort Gottes gespeiset werden, nemlich: die im Geist und Seele arm und elend sind, und nur an Gottes Trost hangen, die sind würdig zu schmecken die himmlischen Gaben, davon der ganze 84ste Psalm redet: wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth, mein Leib und Seele freuet sich in dem lebendigen Gott, rc. Daher lehret uns der liebe David, daß die geringste Lieblichkeit des ewigen Lebens übertreffe die größte Freude dieser Welt; also, daß dort ein Tag besser sey, denn hie tausend Jahre. Und wer das einmal recht geschmeckt hat, dem ist dagegen alles bitter, was in der Welt ist, der wird der Welt müde und überdrüßig, denn er hat etwas Bessers und Lieb- lichers empfunden.
23. Daher die ewige Weisheit Sir. 2-4, 2?. 28. spricht: Ich bin viel süßer, denn Honig und Honigseim, wer von mir isset, den hungert immer nach mir.
24. Das ist ein heiliger Hunger und Durst, welchen keine Creatur sättigen kann, als Gott selbsten mit seiner Liebe. Und so werden die Heiligen Gottes trunken; davon das Hohelied Salomons spricht: Cap. 5, 1. Esset, meine Lieben, und trinket, meine Freunde, und werdet trunken.
25. Das läßt nun Gott seinen Geliebten widerfahren, auf daß er dieselben zu ihm ziehen möge, damit sie das Irdische vergessen. Geschieht aber das in diesem Leben, da wir ein kleines Brosamlein des verborgenen Manna essen, und ein kleines Tröpflein des himmlischen Weinstocks kosten, was wird denn dort geschehen im ewigen Leben, da wir den Brunnen selbst haben werden?
26. Da der Herr am Kreuze sprach: Mich dürstet, Joh. 19, 28. da hat ihn darnach gedürstet, daß er in uns einen heiligen, geistlichen, himmlischen Durst erweckte und fände. Denn gleichwie er selbsten unsern geistlichen Hunger und Durst sättiget und löschet; also sind wir diejenigen, so seinen Hunger und Durst sättigen. Denn ihn hungert und dürstet mehr nach uns, als uns nach ihm, wie St. Joh. 4, 34. spricht: Meine Speise ist, daß ich Gottes willen thue. Gottes Wille aber ist die Seligkeit der Menschen. Und wenn uns so sehr nach ihm dürstete, als ihn nach uns, so würde er uns mit seinem Geiste so mild und süß tränken, daß von unserm Leibe Ströme des lebendigen Wassers
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