934 Sonn- und Festtags - Register.

satt wurden, sondern auch noch sieben Körbe voll Brocken übrig blieben, v. 69. Das giebt Anlaß zu lesen im 2. Buch, 29. Cap. wie die Seele Gott an­schauet als die mildeste Gütigkeit."

Siehe ein Mehreres am fünften Sonn­tage in der Fasten.

Zur Epistel, Rom. 6,1923.

"Die Epistel lehret, was für Schaden es bringe, wenn man der Sünde dienet; und was es hingegen für Nutzen bringe, wenn wir Gottes Knechte sind, v. 20. seq. Darum lies im 4. Buch, 2. Theil, 18. Cap. Daß alle Pflicht und Dienst, so der Mensch Gott schuldig ist, dem Menschen allein zu Nutz und Frommen gereichen."

Von dem schädlichen Sündendienst lese man auch im 1. Buch, 18. Cap. und im 4. Buch, 37. 38. Cap.

Am achten Sonntage nach Trini­tatis.

Zum Evangelio. Matth. 7,1523.

1. "Christus warnet vor den falschen Propheten, v. 15. lies im 1. Buch, 39. Cap. Jngleichen die zwey Bedenken über die Deutsche Theologie."

2. An ihren Früchten sollt ihr sie er­kennen, v. 16. lies im 1. Buch, das 22. und 30. Cap.

3. Ein jeglicher guter Baum bringt gute Früchte, v. 17. 18. im 2. Buch, 4. Cap.

4. "Es werden nicht die Herr- Herr- sager in das Himmelreich kommen, son­dern die den Willen des himmlichen Va­ters thun, v. 21. lies im 1. Buch, 9. Cap. Durch das jetzige unchristliche Le­ben wird Christus und der wahre Glaube verlaugnet."

5. "Es werden sich viele an jenem Ta­ge herrlicher Gaben und Thaten rühmen; Christus aber wird sie, weil sie ohne Buße und Glauben gewesen, als Uebelthäter von sich treiben, v. 22. 23. Daher lies im 1. Buch, 35. Cap. Ohne ein christ­liches Leben ist alle Weisheit, rc. vergeblich."

Denn, nicht große Gaben beweisen einen Christen, sondern der Glaube, der durch die Liebe thätig ist, lies im 1. Buch, 32. Cap.

Zur Epistel. Rom. 8,1217.

1. Christen müssen das noch anklebende

Fleisch noch täglich kreuzigen und tödten, v. 12. 13. lies im 1. Buch, 12. 15. 16. Cap.

2. Welche der Geist Gottes treibet, die sind.Gottes Kinder, v. 14. Der Geist Gottes aber treibet zum Guten, zu einem gottseligen Leben, rc. lies im 5. Buch, 1. Theil, 9. Cap.

3. "Der heilige Geist, als ein Geist der Rindschaft, rufet in den Kindern Gottes: Abba, lieber Vater! wirket also das kindliche Gebet, ist ein mächtiger Ge- hülfe ihres schwachen Gebets, v. 15. Darum lies im 2. Buch, 38. Cap. Sie­ben Gehülfen unsers schwachen Gebets."

Lies auch im 2. Buch, das 35. Cap. ,

4. "Das Gebet geschieht nicht nur mit dem Munde, sondern der heilige Geist seufzet beständig auch ohne laute Worte in der Gläubigen Herzen, v. 15.16. Dar­um lies im 3. Buch, 19. Cap. Pom inwendigen Gebet des Herzens, rc."

Am neunten Sonntage nach Trini­tatis.

Zum Evangelio. Luc. 16,19.

1. "Christus redet von dem ungerech­ten Haushalter eines reichen Mannes; verstehet durch den reichen Mann Gott selbst, der aus dem unermeßlichen Reich­thum seiner Güte uns alles gegeben, daß wir damit als treue Haushalter wohl um­gehen sollen, v. 1. seq. lies also im 2. Buch, 31. Cap. wie sich Gott der Seele offenbaret als eine unendli­che Allmacht."

2. "Für die anvertrauten Güter der Natur und Gnade sind wir Gott ver­pflichtet zu danken und zu dienen; und sollen seine Güter nicht ihm zur Schande und uns zum Verderben mißbrauchen. Da­von lies im 4. Buch, 2. Theil, 8. Cap. wie groß die Verbindlichkeit sey, womit der Mensch Gott verpflich­tet ist. Item das 15. Cap. Daß alle Creaturen den Menschen unaufhör­lich ermahnen, Gott zu loben."

Zur Epistel. 1. Cor. 19, 613.

1. "Paulus stellet uns Christen das Erempel der Israeliten zur Warnung vor, daß wir nicht, wie jene, uns sollen des Bösen gelüsten lassen, nicht Abgötterey noch Hurerey treiben, Christum nicht ver- 'uchen, nicht murren, über welchem allem jene hart bestrafet worden; zum Zeugniß, wie Gott die strafen werde, welche