bei den Indiern freilich als eine besondere Schönheit gilt. Sie führen daher den Betel beständig in Dosen bei sich, oder lassen ihn sich von einem Sklaven nachtragen, und ihn -bei Besuchen nicht anzubiethen, oder vollends gar nicht anzu­nehmen, wäre Unhöflichkeit, ja selbst die größte Beleidigung und Beschimpfung. Bei Visiten, Gaftmahlen und dergleichen Gelegenheiten ist der Betel das Haupt-Confect, welches vorgesetzt wird. Es wird hier mit allem Zubehör, dem Ge­würz der Areca und dem Chinam auf einem Teller herumge­geben , wo sich alsdann jeder seine Portion selbst bereitet und zlisammenlegt, indem es gegen die Sitte ist, daß dieses einer für den andern thue, und es die Bedeutung einer Liebeser­klärung hat, wenn ein Frauenzimmer den Betel für einen Mann präparirt. Auch bei den Geschenken, die man sich macht, dürfen die Betelblätter niemals vergessen werden, und jedes Geschenk, besonders aber das, welches man einem Großen oder einem Fürsten überreicht, muß stets mit Areca- nüssen begleitet und mit Betelblättern bedeckt seyn. Diese aber werden nicht selten auch zu geheimen Werkzeugen - des