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Wir haben nun der Zubereitung des Zuckers zum Ver­süßen des SpmtuS erwähnt, nun wollen wir noch die Zu­bereitungsart anführen, wenn er zugleich als Färbung die­nen soll. V'ele Destillateure nehmen von der zu kochenden Quantität Zucker einen beliebigen Theil zum Färbezucker ab, thun diesen nachdem er fein gestoßen worden, ohne allen Zusatz in die Kasserolle, bringen diesen aufs Feuer, und lassen ihn unter beständigem Umrühren, hell-, mittel- oder ganz braun brennen. Hat er die verlangte Farbe erhalten, so wird er in einen Topf gethan, eine Masse des, mit gekoch­tem Zucker schon versüßten Spiritus, der jetzt gefärbt wer­den soll, hinzugegossen, und beides nun so lange umgerührt, bis sich der gefärbte Zucker in dem Spiritus aufgelöst hat; und nun wird diese so gefärbte Zuckermasse zu dem eigent­lich zu färbenden Spiritus gegossen, und eingerührt. Auf diese Weise kann man braun-, hoch- und blaßgelb färben. Wir aber bringen diese Farbe mit weniger Mühe eben so schön hervor, ohne die doppelte Mühe des Kochens und Brennens zu haben.

Ich merkte nämlich, daß der gebrannte Zucker immer über meinen Liqueur vorschmeckte, mit einer Widerlichkeit, welche alle hinzngefügten Ingredienzien nicht übertäubte. Ich fand zur Vermeidung dieser Unannehmlichkeit folgendes Mittel, welches vielleicht noch nicht vielen Fabrikanten be­kannt sein möchte. Zu hellgelbem Liqueur nahm ick statt 20 Pfund reinen weißen Zucker, nur 17 Pfd., und 3 Pfd. braunen Zuckerkand, dieses zu den feinen Sorten; zu den einfachen halb so viel. Sollte er dunkelbraun werden, so setzte ich zu 15 Pfd. weißen Zucker, 5 Pfd. braunen Zucker­kand. Diese- färbt äußerst schön, giebt keinen unangeneh­men Nebengeschmack, macht sogleich klar, und bewirkt die erforderliche Klebrigkeit. Man verfahre mit den« Kochen dieses Zuckerkands, so wie mit dem des Weißen, welche zu den feinen Liqueuren kommen, die in ihrer natürlichen Farbe bleiben, als: Badian, guten weißen Magen, Zimmt und Anis, auf folgende Weise.

Will man wieder 20 Pfo. Zucker abkochen, so daß der­selbe zugleich den doppelten oder feinen Liqueur hochbraun färben soll, so wiege man zuförderft 17 Pfd. feinen Zucker ab, thue diesen in den Kessel, zerstampfe 3 Pfund braunen