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Der friedliebende Philipp Melanchthon hatte schon lange mit den Schweizern im besten Ein- verständniß gestanden, und die meisten angesebe- ncn Gottesgrlebrten gaben ihm Beyfall. Von Heyden Seiten näherte man sieb; so daß von etwa 1.548 an, nach Luthers und Zwingli' s Tode, der Zeitpunkt eingetreten zu fein schien, wo sowohl der vorige Streit vergessen, als jede fernere Trennung verhütet werden sollte und konnte. Das schreckliche Unglück, welches damals die Protestanten getroffen hatte, mahnte nur allzu stark an die schnöde verachtete Eintracht.
Kaiser Karl, mehr von Herrschsucht als Religionseifer getrieben, gi ng schon langst damit um, die evangelischen Fürsten zu unterdrücken, welche ihrer Sicherheit wegen zu Schmalkalden 1531 ein Bündniß geschlossen hatten. Er erklärte ihnen endlich Krieg 1546 . Die Häupter des Schmal- kaldischen Bundes zogen sich furchtsam zurück, wurden aber bey Mühlberg 1547 geschlagen, (Heils gefangen genommen, thcils mußten sie sich auf Gnade oder Ungade ergeben. Der junge Herzog Moritz, in einem Familien-Zwist mit feinem Vetter Johann Friedrich verwicke-t, bekam seine Länder, und vollendete, obschon selbst Protestant, das Unglück, indem er dem Kalsir bei- stand.
Nun

