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In ihrer Näh'/ und wähnten: ihn umfingen Gewiß Verwandt' und Freunde/ im Gemeng', Und nur, als fruchtlos forschten ihre Blicke Am Abend, kehrten sie zur Stadt zurücke.
Drei volle Tage suchten sie vergebens
Den theuer'n Sohn mit Angst und Kummer dort: Doch endlich winkt das Ziel des frommen Strebens:
Sie finden ihn erfreut am heil'gen Ort —
Im Tempel, wo, im Morgenroth des Lebens Er schon mit Schriftgelehrten Gottes Wort Besprach, zum Staunen Aller, die ihn hörten,
Ob sie zu jenen — ob zum Volk gehörten.
Nun rief die holde Mutter ihm entgegen:
»Warum, ach Sohn, hast du uns so betrübt? Wir suchten dich drei Tag' auf allen Wegen,
Voll Angst im Herzen, das dich innig liebt!« Doch er begann: »Bei meiner That war Segen,
Und Muth, den mir das Haus des Vaters gibt. Das hast du nicht bedacht? Hier mußt' ich weilen. Um einst, als Seelenarzt, die Welt zu heilen.«
»Das ist mein Auftrag von ihm selbst gewesen:
Ich soll die Menschen von dem ew'gen Tod — Der Folge ihres Sündenfalls, erlösen
Durch Lehre, Beispiel, Tod: denn sein Geboth Verwerfend, schmähten sie das höchste Wesen,
Das ihnen huldreich mich zum Retter both.«
Tief faßt's Maria; doch er ging mit ihnen.
Um beiden demuthvoll daheim zu dienen.
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