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schaft geschickt hatten. Dann kam die Reihe an die Bulgaren, zu welchem Geschäft er sich seinen Bruder, der ein Mönch war, beigesellte. Nachdem ihr König Bogoris mit einer großen Menge seines Volkes getauft war, schrieb er an den Pabst Nicolaus I-, der ihm im Jahre 867 zwei Legaten mit einem Glückwünschungsschreiben sandte. Dann wurden die beiden apostolischen Männer nach Mähren und Böhmen berufen. Dort ließ sich der König Rastizes, und hier der König Borziwoy, der insbesondere den Methodius in sein Land benef, mit seinem Volke taufen. Auch übersetzten sie die heilige Schrift in die slavische Sprache, und erwirkten vom Pabst Johann VIII. dem Volke die Erlaubniß, den Gottesdienst in selber zu halten. Im römischen Martyrologio wird beiden der Name eines Bischofs beigelegt. Cyrillus starb im Jahre 868 und Methodius um das Jahr 86t. Sie werden die Apostel der Mährer genannt. (8. Cyrilli et Methodii Acta, Cosmas Pragensis de anno 1120. — Aencas Sylvius saec. 15. Dubrav. et Hageccius saec. 16. — Potanus saec. 17. — Ex Codice Mpto. Francisci Duchesne, Senatoris Parisiensis item ex Cod. Mpto. Budecensi, Coenobii Budecensis, in vita 8. Ludmillae Mart. Boiland, pag. 12. — 9. Mart.)
XLVIII. Der heilige Meinradus, wurde im Jahre 805 zu Sulgau im Schweizerlande von edlen Aeltern geboren. Sein Vater war Berthold von Sulchen. Er brachte ihn frühzeitig nach dem Kloster Reichenau, und übergab ihn dem Abt Otto, seinem Verwandten, zur Erziehung. Er widmete sich dem Klosterleben; trug aber Neigung zur Einsamkeit, und dort, wo er sich seine Zelle und Kapelle erbaute und von Mördern umgebracht ward, entstand das berühmte Kloster Einsiedeln. (Vita 8. Meinhard, (Meginhardi) Meinradi, ex antiquiss. membranis Coenobii Einsiedlcnsis, edit. Christo- phorus Hartmanus — juxta cujus opinionem Authov ipsius Bio- graphiae fuit Bernon seu Benon. Boiland. pag. 381. — Sur. pag. 344. — de 21. Jan.)
XLIX. Der heilige Ansgarius wurde im Jahre 801 in Frankreich von edlen Aeltern geboren; im Jahre 822 zum Vorsteher der Schule in Corvay, in Westphalen; nach drei Jahren zum Glaubens- bothen in Dänemark, und im Jahre 832 zum Erzbischof von Hamburg ernannt, mit welchem Sitz später, da die Normänner jene Gegenden verheerten, jener von Bremen vereiniget ward. Starb

