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Feuchtigkeit gespeist wird und nun seinen Ueberfluß der Feuchtigkeit eben sowohl dem Holzwerke'zuführen kann.
§. 14 .
3) Bekommt das Holzwerk eine solche Lage in einem Gebäude, daß es gar nicht vor der Feuchtigkeit zu schützen, sondern derselben fortwährend ausgesetzt ist, so muß man befürchten, daß auch die metallischen Salze mit der Zeit -von der Nässe zerstört werden möchten. In solchen Fällen wird man wohlthun, das Holz, nachdem es vor dem Gebrauche wohl ausgetrocknet war, mit einem Ueberzuge zu versehen, der aller Nasse zu trotzen vermag. Ein solcher Ueberzug oder Kitt ist der folgende: fein geriebenes Ziegelmehl und durchgesiebte Eisenfeilspane werden zu gleichen Theilen mit einander vermischt und so viel Eiweiß hinzugethan, wie zu einem Teige nöthig ist. Hiermit überzieht man das Holz, läßt den Ueberzug vollkommen trocknen und verwendet es dann zum Bauen.
§. 15.
4) Befürchtet man, daß das Holz noch nicht völlig ausgetrocknet ist und wird dennoch durch die Nothwendigkeit gezwungen, es zum Bauen zu verwenden, so überzieht man es erst mit der verdünnten Schwefelsäure nach §. 9. und tragt dann den Kitt auf. — Auch hat man in neuester Zeit das wiederholte Ueberstreichen mit Steinkohlentheer als sehr zweckmäßig gefunden.
8 - 16 .
5) Der §. 14. angegebene Kitt kann wegen des Eiweißes theuer werden, wenn viel Holzwerk zu überziehen ist. Darum führe ich auch noch einen wohlfeilern an, welcher dieselben Dienste leistet. Man nimmt einen Eimer Rinds- blut, mischt das zu Schaum geschlagene Eiweiß von drei oder vier Eiern hinzu und thut darunter Eisenfeilspäne, gepulvertes Glas und ungelöschten Kalk, aber zu gleichen ^heilen, wohl zerkleinert und durch ein Haarsieb gesiebt. Das Ganze muß ein Teig werden, noch dünn genug, um Ihn mit einem festen Pinsel auftragen zu können. Die Masse muß aber so schnell wie möglich verbraucht werden, 'da sie bald trocknet und dann nicht wieder aufgelös't und ^brauchbar gemacht werden kann.

